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Kommt ganz drauf an, wie sicher du dich mit Autos fühlst und welches Auto du hast. Bei älteren, einfacheren Modellen ist ein Bremsbelagwechsel wirklich machbar, wenn du ein bisschen handwerkliches Geschick hast. Du brauchst nicht viel: einen Wagenheber, Unterlegkeile, eine Zange für die Befestigungsstifte und im besten Fall eine Bremsflüssigkeitspumpe oder einen Kollegen, der dir hilft. Die meisten Arbeitsschritte sind relativ straightforward - Rad ab, Bremssattel lockern, alte Beläge raus, neue rein. Das Tückische ist eher, dass du hinterher die Bremsanlage entlüften musst, damit keine Luftblasen in den Leitungen bleiben. Das geht zwar auch alleine, ist aber deutlich einfacher zu zweit.

Bei neueren Autos mit elektronischen Bremssystemen, Verschleißsensoren oder wenn du generell unsicher bist, würde ich zur Werkstatt gehen. Manche modernen Fahrzeuge müssen nach dem Wechsel auch den Bremsverschleiß zurücksetzen oder haben Sensoren, die Ärger machen. Eine professionelle Werkstatt hat auch die richtigen Werkzeuge, um die Bremsanlage zu prüfen und gegebenenfalls zu entlüften. Das kostet zwischen 100 und 250 Euro pro Achse, je nachdem wo und was für ein Auto. Wenn dir ein Fehler passiert und deine Bremsen streiken, zahlt du am Ende deutlich mehr - materiell und im schlimmsten Fall mit deiner Sicherheit.

Mein Tipp: Wenn du es noch nie gemacht hast und kein großes Schraubererlebnis hast, lass es machen. Die Bremsen sind kein Ort zum Lernen, und die paar Euro sparst du dir lieber. Wenn du aber handwerklich versiert bist und ein älteres Auto hast, kannst du es versuchen - aber dann wirklich gründlich machen und dir ein YouTube-Tutorial für genau dein Modell anschauen.

Wenn du dich traust, würde ich's selbst machen - Bremsbeläge sind wirklich eine der einfacheren Arbeiten und du sparst massiv Geld. Wichtig ist nur, dass du nachher die Bremsflüssigkeit checken lässt oder selbst prüfst, ob alles noch passt, und die ersten paar Kilometer vorsichtig fährst zum Einbremsen. Falls du unsicher wirst oder merks, dass irgendwas nicht passt, kannst du ja immer noch in die Werkstatt, aber anfangen würde ich auf jeden Fall selbst.

Bremsbeläge selbst zu wechseln ist definitiv drin, aber es ist nicht ganz so trivial wie manche denken - die Bremsanlage ist einfach zu wichtig, um da was zu vermasseln. Wenn du das erste Mal machst, brauchst du ordentliches Werkzeug (Bremskolben-Spreizer, gute Wagenheber), ein bisschen Zeit und idealerweise ein Handbuch für dein Auto. Werkstatt kostet zwar mehr, aber dafür hast du dann auch die Gewissheit, dass alles stimmt und du kriegst eine Garantie drauf - für mich persönlich wäre das das Geld wert.

Die wichtigste Sache: brauchst vernünftiges Werkzeug (Bremssattel-Spreizer, sonst drückst du was kaputt) und musst wissen, wie dein Auto funktioniert - nicht einfach wild rumschrauben. Die anderen haben recht, dass es günstig ist, wenn du's selbst machst, aber ehrlich, viele vergessen dass man auch die Bremsscheiben inspizieren soll und ob die noch ok sind. Wenn deine Bremsscheiben verschlissen sind, bringt der beste Belagwechsel nix - dann brauchst du eh ne Werkstatt. Mein Tipp: schau dir vorher ein Video für dein Modell an, und wenn du unsicher bist ob die Scheiben noch gut sind, lass das lieber machen.

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