Dein Wohnort spielt hier eine riesige Rolle, aber du befindest dich wahrscheinlich in einer stärkeren Position, als du denkst. Die meisten Orte erkennen an, dass ein Vermieter eine Mietwohnung bewohnbar halten muss - also sicher und funktionsfähig. Schimmel, der aktiv wächst und sich ausbreitet, ist ein ernstes Gesundheitsrisiko, und drei Monate schriftlicher Beschwerden ohne Maßnahmen werden für deinen Vermieter schlecht aussehen, wenn das irgendwo offiziell landet. Dokumentiere alles: Mach datierte Fotos des Schimmels, bewahre Kopien jeder Nachricht auf, die du gesendet hast, und notiere auch, wann du mündlich beschwert hast.
Bevor du den Mietvertrag brichst, versuche noch einen formalen Schritt, der tatsächlich funktioniert. Schreib einen beglaubigten Brief (oder eine E-Mail mit Lesebestätigung, je nach deinen lokalen Regeln), in dem du dem Vermieter eine konkrete Frist gibst - normalerweise 14 bis 30 Tage - um den Schimmel zu beseitigen, und dass du den Mietvertrag bei Nichterfüllung als gebrochen betrachtest, weil die Bewohnbarkeit nicht gegeben ist. Viele Vermieter kommen plötzlich in Bewegung, wenn sie „beglaubigter Brief" sehen, denn sie wissen, dass du es ernst meinst. In manchen Gerichtsbarkeiten kannst du sogar die Miete einbehalten oder Mietgeld verwenden, um jemanden selbst zur Behebung zu engagieren und dann die Kosten abziehen - aber überprüf deine lokalen Gesetze erst, denn es falsch zu machen kann nach hinten losgehen.
Das Praktische, das die meisten nicht erwähnen: Kontaktiere dein lokales Gesundheitsamt oder die Wohnungsbehörde. Reiche eine Beschwerde ein. Sie können die Wohnung inspizieren, das Problem offiziell dokumentieren, und manchmal reicht die Inspektion allein aus, um einen faulen Vermieter in Aktion zu setzen. Selbst wenn du den Mietvertrag nicht brichst, wirst du eine offizielle Dokumentation haben, die zeigt, dass der Schimmel da war und der Vermieter gewarnt wurde - das schützt dich, falls später etwas schiefgeht.