Krankenversicherung als Freiberufler - welche Option ist sinnvoll?

Sabine54 DE 🌱 Anfänger 👁 100 ⚑ Melden Freiberufler

Ich bin seit einem Jahr als freiberufliche Grafikdesignerin tätig und verdiene durchschnittlich 2000-2500€ pro Monat. Bisher bin ich noch über meine Eltern mitversichert, aber das läuft bald aus. Soll ich in die gesetzliche KV gehen oder eine private abschließen? Was zahlt man da ungefähr?

2 Antworten

★ Beste Antwort

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für dich wahrscheinlich die bessere Wahl, aber es kommt auf ein paar Details an. Mit 2000-2500€ monatlich zahlst du bei der GKV als Freiberuflerin ungefähr 8-10% deines Einkommens als Beitrag (also grob 160-250€), wobei du die Hälfte selbst trägst und theoretisch die andere Hälfte als Betriebsausgabe absetzen kannst. Das ist meist günstiger als private Tarife, die bei deinem Alter und Gesundheitszustand zwar anfangs verlockend wirken, aber langfristig deutlich teurer werden.

Was in der vorherigen Antwort angesprochen wurde, ist wichtig: schau dir die Künstlersozialkasse (KSK) an. Als Grafikdesignerin könntest du dort möglicherweise Mitglied werden - dann zahlt die KSK einen Teil deines Beitrag wie ein Arbeitgeber. Das würde deine Kosten nochmal senken. Du müsstest dich dann trotzdem bei einer Krankenkasse anmelden, aber eben mit diesem Zuschuss. Informier dich bei der KSK selbst, ob du reinkommst - die Anforderungen sind nicht ganz einfach, aber es lohnt sich zu checken.

Privat würde ich dir erst nehmen, wenn du deutlich mehr verdienst und du weißt, dass du langfristig nicht zurück in die GKV willst. Private KV ist jetzt billig, später aber ein echtes Ärgernis beim Preis. Zur GKV anmelden kannst du dich eigentlich jederzeit, mach das einfach bei einer Krankenkasse deiner Wahl.

Bei deinem Einkommen würde ich dir die gesetzliche KV empfehlen, weil die Beiträge dort gedeckelt sind und du als Freiberuflerin auch die Möglichkeit hast, dich über eine Künstlersozialkasse zu versichern, falls du dich dafür qualifizierst - das wäre mega günstig! Private Versicherungen können später viel teurer werden, wenn dein Einkommen schwankt oder du älter wirst.

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