Die Wahrheit ist, dass sich ein Tablet zum Zeichnen tatsächlich lohnt, aber es hängt sehr davon ab, was du machen willst. Wenn du gerade vom Papier umsteigst, ist der größte Vorteil, dass du alles sofort rückgängig machen kannst, Farben anpassen, ohne die Zeichnung zu zerstören, Ebenen duplizieren... Sachen, die auf Papier einfach nicht gehen. Außerdem hast du unbegrenzte Pinsel, ohne Material zu verschwenden, also sparst du langfristig. Für diejenigen, die wirklich digital zeichnen (Illustrationen erstellen, Concept Art, Design), ändert ein iPad mit Pencil einfach alles, weil du Druck, Neigung, alles sehr natürlich hinbekommst. Aber es gibt eine Lernkurve - am Anfang wirkt es seltsam, dass du nicht diesen "Widerstand" des Papiers hast, und die Apps haben ihre eigenen Funktionsweisen, die du lernen musst.
Die anfänglichen Kosten sind wirklich hoch, ich will dir da nichts vormachen. Ein iPad mit Pencil kostet je nach Modell mindestens um die 500 - 600 Euro, und dann musst du noch berücksichtigen, ob du bezahlte Apps wie Procreate nutzen wirst (kostet etwa 12 Euro in der vollständigen Version, einmalige Zahlung). Aber denk es dir so: Wenn du regelmäßig zeichnest, sparst du langfristig bei Papier, Radierer, Farbstiften (die sind wahnsinnig teuer) und gewinnst noch die Möglichkeit, deine Zeichnungen digital zu verkaufen, Online-Aufträge anzunehmen, sowas. Wenn es nur gelegentliches Hobby ist, ist ein Tablet vielleicht Overkill und Papier ist dann besser.
Mein Vorschlag ist, vorher mit etwas Günstigerem zu experimentieren - so ein einfaches Wacom-Tablet mit Android oder Windows (kostet um die 250 - 350 Euro) und gratis Apps wie Medibang oder Clip Studio Paint kostenlos testen. Dann merkst du, ob dein Stil wirklich besser digital funktioniert, bevor du viel Geld in ein iPad steckst. Es gibt Leute, die den Wechsel gemacht haben und es geliebt haben, andere haben gemerkt, dass es auf Papier besser floss. Es kommt wirklich sehr auf deine Zeichenweise an.