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Ob das Cheating ist, hängt davon ab, was du damit bezweckst und wo du das Ergebnis zeigst. Wenn du es als deine eigene Kunstarbeit ausgibst oder für einen Kurs abgibst, ist das definitiv nicht in Ordnung - da geht's um Ehrlichkeit. Wenn du es aber als Studium oder Experiment für dich selbst machst, um zu lernen wie man Komposition, Licht und Formen umsetzt, ist das ein legitimes Werkzeug wie jede andere Referenz auch.

Ich würde die Frage anders angehen: Was lernst du dabei? Wenn du eine KI-generierte Vorlage nimmst und dann wirklich zeichnest - also selbst mit Stift oder Pinsel arbeitest, Fehler korrigierst, dich mit Proportionen und Schattierungen auseinandersetzt - dann trainierst du tatsächlich deine Fähigkeiten. Das ist eher wie ein Skizzenbuch nach einer Fotografie malen, nur dass deine Vorlage eben digital entstand.

Problematisch wird's erst, wenn du das Ganze als "meine Kunstarbeit" verkaufst oder in einem Kunstkurs abgibst, ohne es zu erwähnen. Dann täuschst du über deinen Prozess. Aber privat zum Lernen oder als Übung? Da sehe ich kein großes Drama. Viele Menschen arbeiten mit Vorlagen - Maler nach Fotos, Künstler nach Referenzen aus dem Netz. Der Unterschied ist nur, dass die KI die Referenz erzeugt hat statt eine echte Person zu fotografieren.

Wenn dir die fertige Zeichnung dann wirklich von dir kommt (deine Handbewegungen, deine Entscheidungen), ist der Weg dorthin weniger wichtig als das Können, das du dir holst.

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