Ein vorspringender Sockel von 40 cm ist wirklich eine anfällige Stelle, aber die Frage ist nicht, ob man ihn dämmen soll oder nicht, sondern wie man es richtig macht. Wenn das Haus bewohnt und beheizt ist, werden die Böden des ersten Stocks ohne Dämmung kalt sein, und unter dem Haus staut sich Kondenswasser. Polystyrol funktioniert hier, aber es ist wichtig zu verstehen: Es muss vor direkter Feuchtigkeits- und UV-Exposition geschützt sein. Es einfach zu kleben und liegen zu lassen - das ist falsch, denn es saugt Feuchtigkeit auf und verliert seine Eigenschaften. Du brauchst eine Feuchtigkeitssperre obenauf und einen Schutzanstrich (Putz, Verkleidung, notfalls Kunststoffpaneele).
Der praktische Punkt: Bevor du dämmst, vergewissere dich, dass das Fundament das Wasser richtig ableitet. Wenn sich in der Nähe Schmelzwasser staut oder Grundwasser nah ansteht, hilft das Polystyrol wenig - kümmere dich erst um die Drainage. Eine gute Lösung: Bohre rund um den Umfang in etwa 50 cm Tiefe Drainagebohrungen in den Sockel (alle 1,5 - 2 Meter) - so staut sich die Feuchtigkeit nicht unter der Dämmung auf, sondern läuft einfach durch diese Löcher ab.
Wenn dein Klima nicht besonders rau ist und der Sockel relativ trocken, kannst du ohne vollwertige Polystyrol-Dämmung auskommen. Statt dessen legst du wenigstens eine dünne Schicht Styropor (50 mm) zwischen die Feuchtigkeitssperre und den Anstrich - das ist das Minimum, das schon Frostschäden reduziert. Das Wichtigste: Lass den Sockel nicht nackt und ignoriere die Drainage nicht, sonst wird es garantiert feucht und kalt.