Ich würde sagen, es geht nicht nur darum, weniger Zeit online zu verbringen - der Punkt ist eher, WIE du sie verbringst. Bei mir war es ähnlich: ich bin durchs Scrollen gegangen und habe gemerkt, dass mein Nacken angespannt war, ich schneller geatmet habe. Das Problem ist weniger die Dauer als die Art, wie diese Apps dich bewusst in einem gehetzten Zustand halten wollen. Der ständige Algorithmus-Input, die Notifications, die Vergleiche - das triggert tatsächlich deine Stressreaktion.
Was mir geholfen hat: nicht einfach weniger Zeit, sondern bewusstere Zeit. Ich habe angefangen, mir VOR dem Öffnen zu fragen, wonach ich suche - ein bestimmtes Video, eine Person folgen, oder nur ziellos scrollen? Wenn es nur ziellos ist, lass ich es sein. Und wenn ich online bin, versuche ich, bewusst zu bemerken, wenn diese Spannung kommt, und dann auszusteigen. Das ist nicht radikal, aber es funktioniert besser als sich zu zwingen, insgesamt weniger Zeit zu haben - weil du es ja sowieso wieder machst.
Auch hilfreich: Push-Notifications ausschalten. Richtig ausschalten, nicht nur stummieren. Das klingt nach Kleinigkeit, aber psychologisch macht das viel aus. Du öffnest die Apps aus eigenem Antrieb, nicht weil dein Handy dich alle fünf Minuten zupft. Dein Körper beruhigt sich schon, wenn die ständige Unterbrechung wegfällt.