Wie kann ich meinem Kind helfen, weniger nervös vor Schultests zu sein?

Meine 9-Jährige wird vor jedem Test oder Quiz total nervös, auch wenn sie gelernt hat. Sie hat Schwierigkeiten, in der Nacht davor einzuschlafen, und beschwert sich manchmal über Bauchschmerzen. Ich habe ihr gesagt, dass alles gut gehen wird, aber das hilft leider nicht viel.

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Die körperlichen Symptome, die sie hat - Bauchschmerzen, Schlafprobleme - das ist echte Angst, nicht etwas, das sie einfach wegdenken kann. Aus pharmazeutischer Perspektive würde ich sagen, was wirklich hilft, ist ihr einige konkrete Bewältigungsstrategien beizubringen: Atemübungen, progressive Muskelentspannung, vielleicht auch, dass sie sich selbst vorstellt, wie sie den Test gut macht. Auch überlegen sollte man, ob sie das Ganze katastrophalisiert und aus einem schlechten Ergebnis ein riesiges Drama macht; manchmal bauen Kinder in diesem Alter Tests zu viel größeren Deals auf, als sie eigentlich sind. Da kann es helfen, durchzugehen, „was ist denn das Schlimmste, das wirklich passieren kann" - das kann den Druck wieder rausnehmen. Wenn es wirklich schlimm ist und ihren Alltag belastet, lohnt sich ein Gespräch mit dem Kinderarzt, um medizinische Sachen auszuschließen und vielleicht eine Überweisung zu jemandem zu bekommen, der mit Kindern bei Angststörungen arbeitet.

Magenschmerzen und Schlafprobleme sind echte körperliche Reaktionen auf Angst, also reicht es nicht aus, sie einfach zu beruhigen. Was wirklich hilft, ist, die Prüfung in kleinere, weniger beängstigende Teile zu zerlegen. Lass sie über mehrere Tage verteilt in kurzen Lerneinheiten lernen, anstatt alles in der Nacht davor zu pauken - wie 20 Minuten pro Tag. Das allein reduziert schon viel Angst, weil ihr Gehirn nicht überfordert ist und sie sich Sachen eigentlich besser merkt. In der Nacht vor einer Prüfung sollte sie gar nicht lernen und ihr macht stattdessen gemeinsam was Ruhiges. Macht es langweilig und normal, kein großes Ding.

Sprich auch mit ihr darüber, was sie konkret beunruhigt. Hat sie Angst davor, durchzufallen, oder eine schlechte Note zu bekommen, oder blöd dazustehen? Wenn du weißt, worum es geht, kannst du die echte Angst adressieren. Manchmal dramatisieren Kinder - sie denken, eine schlechte Prüfung bedeutet, dass sie für immer doof sind, was natürlich nicht stimmt, sich aber real anfühlt. Hilf ihr, die Realität zu checken: „Du hast beim letzten Quiz eine Zwei bekommen und machst in der Klasse immer noch gut, oder?" Sammel Belege, dass eine Prüfung sie nicht definiert. Wenn die Angst wirklich heftig ist oder ihren Schlaf regelmäßig beeinträchtigt, sprich mit ihrem Arzt oder dem Schulberater. Die haben vielleicht andere Strategien oder es könnte noch was anderes dahinterstecken.

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