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Mein Kind hat mit etwa 3 Jahren die Mittagsschläfe aufgegeben, und ehrlich gesagt war das irgendwie gleichzeitig eine Erleichterung und eine kleine Krise. Diese Nachmittagsschläfe war meine heilige Entlastungszeit gewesen, und plötzlich war dieses Zeitfenster einfach... weg. Der Übergang war aber nicht abrupt - es gab diese Phase, in der sie an manchen Tagen schlief und an anderen einfach zwei Stunden im Bett lag und nichts tat, dabei immer unruhiger wurde. Irgendwann war klar, dass es sinnlos war, sie dazu zu zwingen, also haben wir einfach aufgehört, es zu versuchen.

Die Umstellung war vor allem eine Frage, den ganzen Tag umzustrukturieren, besonders den späten Nachmittag, wenn so um 4 oder 5 Uhr dieser Energietief kam. Statt eines echten Mittagsschlafs haben wir eine „Ruhezeit" eingebaut - sie blieb in ihrem Zimmer mit Büchern, Hörbüchern oder lag manchmal einfach im Bett und schaute sich etwas Beruhigendes an. Es ist nicht dasselbe wie wenn sie schläft, aber es gab mir vielleicht 45 Minuten zum Durchatmen und hielt sie davor ab, vor dem Abendessen völlig wild zu werden. Wir haben auch das Schlafengehen vorverlegt, auf 7:00 oder 7:30 statt 8:00, weil sie ohne den Mittagsschlaf eindeutig müder war.

Das andere, das half, war, die Morgenaktivitäten viel bewusster zu planen. An Tagen, an denen wir früh etwas Körperliches gemacht haben - wie einen Ausflug zum Park oder einen Spaziergang - verlief der späte Nachmittag weniger chaotisch. Und ich will nicht lügen, manche Tage waren wild und ich habe diese Mittagsschläfe verzweifelt vermisst, aber man gewöhnt sich dran. Jetzt muss ich zumindest nicht mehr den ganzen Tag um Schlafenszeiten strukturieren, und das hat seine eigene Freiheit.

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