Aber es gibt einen Kniff: Der Kapazitätsverlust in der Kälte ist kein permanenter Schaden, sondern ein vorübergehender Leistungsabfall. Sobald sich das Handy zuhause aufwärmt, wird die Batterie einen großen Teil der Ladung "zurückgewinnen". Deshalb zeigt das iPhone in der Kälte 20% an und schaltet sich aus - aber wenn du es drinnen wieder anmachst, plötzlich 40%.
Aber hier ist eine wichtige Grenze. Minustemperaturen gefrieren den Elektrolyt im Akku ein, die Viskosität steigt, Ionen bewegen sich langsamer, der innere Widerstand der Batterie fällt drastisch ab. In der Kälte kann sie physisch nicht den nötigen Strom liefern - deshalb gibt sie nach einer Stunde auf. Wenn du die Batterie regelmäßig auf Frost Zyklen mit Tiefentladung aussetzt (wenn das Handy sich ausschaltet, weil es "denkt", dass der Akku leer ist), wird das im Laufe der Zeit echten Schaden anrichten. Ein oder zwei Spaziergänge im Minus sind harmlos, aber wenn täglich - dann nicht, der Akku degradiert schneller.
Praktischer Rat: Wenn du viel Zeit in der Kälte verbringst, trag das Handy unter der Jacke nah am Körper oder in einer isolierten Hülle. Und warte nicht, bis die Batterie im Frost auf null fällt - besser gehst du mit 30% nach Hause, als den Akku draußen zu ruinieren.