Was ist denn konkret das Problem bei diesen Büchern für dich - die Handlung, die Philosophie oder einfach der Umfang? Ich denke, „Krieg und Frieden" oder „Verbrechen und Strafe" als Erwachsener zu relesen ist einfach eine ganz andere Erfahrung, weil du jetzt die Motivationen der Charaktere verstehst, dich in ihren Zweifeln und Fehlern selbst erkennst, anstatt nur der Geschichte zu folgen.
Aber wenn du Lust auf etwas Neues hast, schau dir Tolstois „Anna Karenina" oder „Der Meister und Margarita" an - auch die offenbaren sich ganz anders, wenn du echte Beziehungen, Entscheidungen und Enttäuschungen hinter dir hast. Oder auch etwas Bescheideneres wie Tschechows Erzählungen - kleine Werke, aber so gehaltvoll, dass in jedem Satz die ganze Tiefe des menschlichen Lebens sichtbar wird.