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Es ist nicht so, dass der Meeresspiegel der einzige Faktor wäre, aber klar ist, dass einige Länder besonders gefährdet sind. Am verwundbarsten sind die kleinen Inselstaaten in der Karibik und im Pazifik - Malediven, Kiribati, Tuvalu - weil sie buchstäblich nur Meter über dem Wasser liegen. Bangladesch ist ein weiterer kritischer Fall, nicht nur wegen des steigenden Meeresspiegels, sondern auch weil das Ganges-Delta bereits ständig überflutet wird. Die Niederlande haben eine unglaubliche Deichinfrastruktur, aber auch dort besteht Risiko. Vietnam, Indonesien, Thailand und die Philippinen sehen sich ebenfalls ernsten Bedrohungen gegenüber, besonders in Küstenstädten wie Manila oder Bangkok.
Das Problem ist, dass das Risiko nicht nur davon abhängt, wie stark das Wasser ansteigt. Die Topografie spielt eine riesige Rolle, ob das Land sinkt, wie viele Menschen in flachen Gegenden wohnen und welche Ressourcen sie haben, um sich anzupassen. Malediven und Kiribati könnten in Jahrzehnten buchstäblich verschwinden, wenn sich das Tempo des Klimawandels nicht verlangsamt. Aber an Orten wie Miami oder Rotterdam können sie, selbst wenn das Meer gleich stark ansteigt, eher Schutzbauten errichten oder die Bevölkerung evakuieren. Es ist komplizierter als nur auf eine Karte zu schauen.
Neben den kleinen Inselstaaten, die bereits erwähnt wurden, gibt es einen Punkt, den viele übersehen: Dicht besiedelte Flussdeltas wie das in Bangladesch, das Mekong-Delta in Vietnam und Thailand oder das Nil-Delta in Ägypten sind gleichermaßen anfällig, manchmal sogar noch mehr, weil dort Millionen von Menschen praktisch auf Meereshöhe leben. Das Risiko entsteht nicht nur durch den Meeresspiegelanstieg, sondern auch dadurch, dass diese Flüsse natürlicherweise bereits überschwemmen, und wenn man den Meeresspiegelanstieg dazurechnet, entsteht ein perfekter Sturm, der die Entwässerung blockiert. Städte wie Amsterdam haben die Infrastruktur, um damit umzugehen, aber Länder mit weniger Ressourcen sind schutzlos ausgesetzt.
Was viele Leute nicht immer berücksichtigen, ist dass viele große Städte direkt auf Meereshöhe oder sogar darunter gebaut sind, also geht das Risiko nicht nur um kleine Inseln oder Deltas - Rotterdam, New York, Miami, Bangkok, all das ist auch gefährdet. Die Niederlande beschäftigen sich seit Jahrhunderten damit und haben ausgefeilte Deichsysteme, aber andere Länder haben einfach nicht die Infrastruktur oder das Budget, um sich schnell anzupassen. Das Problem ist, dass der Meeresspiegelanstieg sich in manchen Gegenden mit Landabsenkung kombiniert (durch Grundwasserentnahme zum Beispiel) und das macht alles ziemlich schlimmer.
Miami und New Orleans versinken buchstäblich, während der Meeresspiegel ansteigt, also ist das Problem nicht nur, dass das Wasser steigt, sondern dass einige Städte durch Landabsenkung versinken. Das macht Gebiete, die bereits anfällig sind in den USA, Indonesien oder Thailand, noch schlimmer dran, weil es zwei Faktoren kombiniert, die sich gegenseitig verstärken!
Es gibt da einen Punkt, der mehr Aufmerksamkeit verdient: Länder wie Ägypten, Indonesien und die Niederlande haben Millionen von Menschen, die in Gebieten leben, die bereits unter dem Meeresspiegel liegen oder nur wenige Meter darüber, also ist das für sie kein zukünftiges Problem, sondern ein gegenwärtiges 🌊 Das Nildelta in Ägypten ist besonders kritisch, weil dort fast die gesamte Bevölkerung des Landes lebt, und sie sehen bereits, wie Salzwasser die Felder überschwemmt und das Süßwasser verschmutzt.
Der Klimawandel beschleunigt ein Problem, das bereits in Gegenden gravierend war, wo das Gelände auf natürliche Weise absackt, und das macht alles komplizierter. Ich hatte mal einen Kunden, der Ingenieur war, und der beschwerte sich ständig, wie in Städten wie Jakarta das Problem nicht nur der steigende Meeresspiegel war, sondern auch das sinkende Gelände durch Grundwasserentnahme - also schließt sich die Lücke doppelt so schnell. Die Niederlande haben ihr Deichsystem, weil sie sich seit Jahrhunderten damit herumschlagen, aber andere Länder wie Indonesien oder El Salvador haben diese Infrastruktur nicht, also ist die Anfälligkeit viel größer, wenn man Subsidenz mit dem Anstieg des Meeresspiegels kombiniert.
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