Die Jungs picken sich die Hauptdetails raus, aber es gibt da einen praktischen Trick, der hilft, das Ganze zu verstehen: Nimm eine Plastikflasche, füll sie mit Wasser und pack Eis schwimmend rein. Wenn das Eis schmilzt (das schwimmende, wie das Meereis in der Arktis), steigt das Wasser nicht, weil das Eis ja schon Platz eingenommen hat. Jetzt nimm eine andere Flasche und stell einen kleinen Behälter voller Eis aufrecht ins Wasser - wenn das schmilzt, steigt das Wasser wirklich. Das ist im Prinzip der Unterschied zwischen dem Eis der Landmassen (Antarktis, Grönland, Gletscher in den Bergen), das NEUES Volumen hinzufügt, wenn es schmilzt, versus die Arktis, die ja schon schwimmt. Und dann kommt noch die thermische Ausdehnung dazu, die die anderen erwähnt haben - warmes Wasser braucht mehr Platz - plus die Landabsenkung, die in bestimmten Gegenden sinkt, auch hier in Rio. Wenn du das alles zusammennimmst, ist das ein Chaos für Leute, die an der Küste wohnen.
Das Problem ist, dass die meisten Reportagen sich nur auf die "Erwärmung" konzentrieren, aber in Wirklichkeit laufen da mindestens drei Prozesse gleichzeitig ab und jeder trägt ein bisschen dazu bei, dass sich die Situation verschärft. Das Tempo hat sich in den letzten 30, 40 Jahren wirklich beschleunigt. Du siehst das hier in Rio deutlich, wenn es heftig regnet und gleichzeitig Hochwasser ist - dann überfluten Straßen von Leuten, die nah am Strand wohnen, auf eine Weise, die vorher gar nicht so häufig vorkam. Das wird zum strukturellen Problem für die Stadt.