Der größte Fehler ist, eine Sprache nur nach der Komplexität der Grammatik auszuwählen. Spanisch ist zwar auf dem Papier wirklich einfacher, aber wenn dein Sohn keine spanischen Serien schaut, sich nicht für die Kultur dieser Länder interessiert und keinen praktischen Nutzen darin sieht - dann vergisst er die Sprache einfach nach einem Jahr. Aber wenn er von irgendeinem Thema, einem Film oder Musik gepackt wird - dann lernt er viel motivierter.
Ich kenne eine Familie, in der die Tochter Französisch gewählt hat, weil sie sich für Mode und Fashion-Blogger aus Paris begeistert hat. Sie macht Fortschritte mit Freude, trotz all dieser französischen Nasallaute und der schwierigen Aussprache. Aber ihr Mitschüler hat Spanisch genommen „weil es einfacher ist", hat dann aber schnell gemerkt, dass ihn das überhaupt nicht fasziniert, und die Lerneffektivität ist auf null gesunken.
Ein echter Rat: Sprecht erst mit deinem Sohn, ob ihm bestimmte Länder, Musik oder Filme gefallen? Deutsch ist nützlich für Wissenschaft und Technik, Spanisch ist wirklich eine lebendigere Sprache, wenn man die Gesamtzahl der Sprecher betrachtet, Französisch öffnet die Tür zur europäischen Kultur. Aber das Wichtigste ist, dass es ihm selbst interessant ist. Einigt euch mit der Schule darauf, dass das Kind selbst die Wahl trifft, nicht die Eltern. Motivation - das ist 80% des Erfolgs bei einer Sprache, nicht Vokale und Konsonanten.