Ganz wichtig ist eigentlich, nicht direkt mit einer super dicken oder super dünnen Wolle anzufangen. Ich hab das Fehler gemacht - hab mir anfangs diese dünne Merino-Seide-Mischung geholt, weil sie so schön aussah, und dann war ich total frustriert, weil man die Maschen kaum sehen konnte und ich ständig Fehler gemacht hab, ohne es zu bemerken. Nimm lieber etwas in mittlerer Dicke (so 4-6er Stärke würde ich sagen), wo du wirklich gut sehen kannst, was du machst. Acryl ist hier völlig ok für den Anfang, obwohl viele das belächeln - es kratzt nicht, es ist günstig zum Üben, und wenn du was falsch machst, hast du kein Schuldgefühl, die teure Wolle verhaut zu haben.
Was viel wichtiger ist als die genaue Materialzusammensetzung: geh in einen lokalen Wolladen. Die Leute dort können dir zeigen, welche Wolle zu deinen Händen passt (manche mögen glatte, andere raue Oberflächen) und dir auch beim Nadel-Kaliber helfen. Das erspart dir echt viel Rumprobieren. Online bestellen ist verlockend, aber wenn du nicht weißt, wie sich etwas anfühlt, wirst du am Ende Wolle haben, mit der du ungern arbeiten magst.
Noch ein Tipp: nimm am besten eine helle Farbe, nicht dunkelblau oder schwarz. Ich hab das unterschätzt, aber man sieht dunkle Maschen extrem schlecht, besonders wenn du gerade anfängst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind. Und hab geduldig - du wirst dein erstes Projekt garantiert noch rausreißen müssen, das ist völlig normal und alle haben das schon durchgemacht.