Das Wichtigste ist jetzt, den Kaktus trocknen zu lassen, aber wenn die Wurzeln zwei Tage lang in Wasser waren und der Stamm angefangen hat, weich zu werden, ist es schon zu spät, sie zu retten. Erweichung und Durchsichtigkeit sind Fäulnis, sie hat bereits begonnen sich auszubreiten. Du musst alles Befallene bis zum gesunden Gewebe mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Klinge abschneiden. Das gesunde Kaktusgewebe sollte fest und hell auf der Schnittfläche sein. Schneide ins Lebendige - danach kann daraus eine neue Pflanze wachsen.
Nach dem Schneiden lass die Schnittstellen an einem trockenen Ort fünf bis sieben Stunden liegen, damit sie austrocknen und verheilen. Dann pflanze es in eine ganz trockene, lockere Kakteenerde (oder mach selbst aus Sand, Perlit und Erde zu gleichen Teilen). Der Topf braucht Drainage, und die ersten zwei Wochen gießt du überhaupt nicht - nur sprühe die Luft drumherum, wenn es wirklich heiß ist. Helles Licht, aber kein direkter Sonnenschein, Temperatur über 20 Grad.
Auch wenn der Kaktus nach dem Schneiden äußerlich schlecht aussieht, ist das völlig normal - das Wichtigste ist, dass der übrige Teil Wurzeln bilden und sich erholen kann. Fang an zu gießen erst nach einem Monat, nur ganz wenig, und nur wenn die Erde vollständig trocken ist. Kakteen sind in dieser Phase sehr anfällig für erneute Fäulnis.