Wenn du gerade anfängst, ist das größte Problem nicht die Pinsel, sondern zu verstehen, wie die Leinwand anders funktioniert als Papier und Bleistift. Bei Procreate wird alles anders, wenn du mit einem leeren Blatt startest und einfach 20 Minuten lang spielerisch damit herumexperimentierst: Erstelle ein neues Dokument, nimm den Standard-Pinsel (der voreingestellte ist völlig ausreichend), zeichne etwas Einfaches wie ein Gesicht oder eine Hand. Während du zeichnest, probiere mit den Ebenen herum - erstelle eine neue, zeichne darüber, reduziere die Deckkraft, lösche einen Teil. Das hilft dir, die Logik viel schneller zu verstehen als jedes lineare Tutorial.
YouTube ist echt chaotisch, weil jeder Creator seinen eigenen Workflow hat und nach drei Videos hast du 150 verschiedene Methoden im Kopf. Das mit der Learn-Sektion in der App ist solid - sie ist genau dafür gut strukturiert. Aber schau dir auch die Tutorials von Marco Bucci an, wenn du sie findest (er zeichnet im Cartoon-Stil), denn obwohl sie Procreate nicht spezifisch verwenden, unterrichten sie wirklich digitales Zeichnen von Null an auf sinnvolle Weise. Deine Pinsel stehen dort und werden dort bleiben: Du musst monatelang keine neuen lernen.
Der Trick, den kaum jemand erwähnt: Erstelle eine winzige Leinwand (so wie 512x512 Pixel) und mache eine Woche lang jeden Tag eine schnelle Skizze. Klein ist weniger einschüchternd, eine Woche baut dir eine Gewohnheit auf. Wenn du dann zu einer großen Leinwand wechselst, hat sich deine Hand bereits entspannt und du denkst nicht mehr über die Bedienung nach, sondern nur noch darüber, was du gerade zeichnest.