Wie fange ich von Null an, auf einem Grafiktablett zu zeichnen?

Ich hab mir vor kurzem ein Wacom One gekauft, aber ich hab keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Vorher hab ich nur mit Bleistift auf Papier gezeichnet, und jetzt ist mir nicht klar, wie man sich daran gewöhnt, auf den Bildschirm zu schauen und gleichzeitig auf dem Tablet zu zeichnen. Welche Tutorials sollte ich mir anschauen?

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Das ist eine Gewohnheitssache. Am Anfang wirkt es seltsam, auf den Monitor zu schauen und woanders zu zeichnen, aber normalerweise gewöhnt sich der Kopf nach ein paar Wochen regelmäßigen Trainings daran. Ich würde dir raten, einfach mit einfachen Dingen anzufangen - Linien, Kreise, Schraffuren. Vergiss irgendwelche komplexen Zeichnungen, spiel einfach mit dem Tablet herum, fühle den Druck des Stifts, die Geschwindigkeit. Installier dir Clip Studio Paint oder Photoshop, oder auch das kostenlose Krita reicht vollkommen aus. Wichtig ist - gib nicht nach dem ersten Tag auf.

Was die Tutorials angeht, schau dir auf YouTube Kanäle wie Sintaksisa, Khudozhnik Online oder Linda an. Allerdings würde ich dir empfehlen, nicht allgemeine Tutorials zum Grafiktablett anzuschauen, sondern speziell Zeichen-Tutorials - Grundlagen der Komposition, Konstruktion, Anatomie. Das Tablet ist nur ein Werkzeug, wie ein Pinsel. Wenn du gut mit Bleistift zeichnen konntest, hast du die Basis bereits, du musst sie nur ins Digitale übertragen. Zeichne viel von der Natur ab, kopiere Werke von Künstlern, die dir gefallen - das ist besser als jedes Tutorial.

Noch ein Tipp: mach dich nicht verrückt nach perfekten Einstellungen des Tablets und des Programms. Viele Anfänger stellen monatelang den Stiftdruck und die Empfindlichkeit ein, anstatt einfach zu zeichnen. Dein Wacom One ist bereits ein gutes Tablet, die Standardeinstellungen reichen aus. Zeichne einfach mindestens eine halbe Stunde pro Tag - nach einem Monat wirst du riesige Fortschritte bemerken.

Oben wurde richtig über Gewöhnung gesagt - ich bin am Anfang auch vor diesem Gefühl der Entkopplung zurückgeschreckt. Aber mir wurde dieser Rat gegeben: Fang mit Schraffuren und einfachen Formen an, nicht gleich mit komplexen Zeichnungen, und schau dir keine theoretischen Videos an, sondern praktische, wo der Künstler einfach in Echtzeit auf einem Wacom zeichnet. Mich haben persönlich YouTube-Kanäle wie Clip Studio Paint tutorials riesig weitergeholfen - die sind eigentlich universell, weil man die Software später immer wechseln kann, aber die Fähigkeit bleibt erhalten. Das Wichtigste ist - stelle am Tablet einen Stiftdruck ein, der dir bequem ist, und verschwende keine Zeit dabei, sonst wird deine Hand schnell müde.

Ach, ein Wacom-Tablet - das ist wirklich eine großartige Sache, ich habe meiner Freundin vor etwa fünf Jahren auch eines gekauft. Ja, am Anfang ist dieses Gefühl der Diskonnexion wirklich furchtbar, als würde deine Hand dir nicht gehorchen. Aber wie oben richtig geschrieben wurde - das ist reine Gewöhnung, und normalerweise verschwindet das buchstäblich in zwei bis drei Wochen, wenn du jeden Tag mindestens eine Stunde trainierst. Ich erinnere mich, wie meine Freundin anfangs rumgemeckert hat und dann plötzlich sagt: „Moment, ich denke gar nicht mehr über diese Diskonnexion nach!" Also das Wichtigste ist einfach, anzufangen und sich nicht zu erschrecken.

Fang wirklich mit dem Elementarsten an. Ich würde dir empfehlen, schöne Zeichnungen erst mal zu vergessen und einfach Linien zu zeichnen, Wellen, Schraffuren, einfache geometrische Formen. Auf YouTube gibt es tonnenweise Kanäle, die Basisübungen für Grafiktabletts zeigen - such nach so etwas wie „digital art basics" oder „Zeichnen auf dem Tablet für Anfänger". Es hilft auch super, einfach schon Vorhandenes nachzuzeichnen, damit deine Hand lernt, wie das Tablet auf Druck und Geschwindigkeit reagiert. Nachdem du dich bei Linien halbwegs sicher fühlst, kannst du zu einfachen Porträts oder Objekten übergehen.

Noch ein Tipp aus meiner Erfahrung: Stell die Empfindlichkeit des Tablets in den Einstellungen so ein, dass es sich für dich angenehm anfühlt. Nicht alle machen das sofort, und dann wundern sie sich, warum es unbequem ist zu zeichnen. Und mach dich nicht verrückt wegen der Perfektion deiner ersten Zeichnungen - sie werden eh merkwürdig aussehen, das ist völlig normal. Mir geht's im Bad auch so - beim ersten Mal einen Besen in die Hand genommen, mir war, als würde ich gleich eins aufs Dach kriegen, und jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie ich das fürchten konnte!

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