Ach, ein Wacom-Tablet - das ist wirklich eine großartige Sache, ich habe meiner Freundin vor etwa fünf Jahren auch eines gekauft. Ja, am Anfang ist dieses Gefühl der Diskonnexion wirklich furchtbar, als würde deine Hand dir nicht gehorchen. Aber wie oben richtig geschrieben wurde - das ist reine Gewöhnung, und normalerweise verschwindet das buchstäblich in zwei bis drei Wochen, wenn du jeden Tag mindestens eine Stunde trainierst. Ich erinnere mich, wie meine Freundin anfangs rumgemeckert hat und dann plötzlich sagt: „Moment, ich denke gar nicht mehr über diese Diskonnexion nach!" Also das Wichtigste ist einfach, anzufangen und sich nicht zu erschrecken.
Fang wirklich mit dem Elementarsten an. Ich würde dir empfehlen, schöne Zeichnungen erst mal zu vergessen und einfach Linien zu zeichnen, Wellen, Schraffuren, einfache geometrische Formen. Auf YouTube gibt es tonnenweise Kanäle, die Basisübungen für Grafiktabletts zeigen - such nach so etwas wie „digital art basics" oder „Zeichnen auf dem Tablet für Anfänger". Es hilft auch super, einfach schon Vorhandenes nachzuzeichnen, damit deine Hand lernt, wie das Tablet auf Druck und Geschwindigkeit reagiert. Nachdem du dich bei Linien halbwegs sicher fühlst, kannst du zu einfachen Porträts oder Objekten übergehen.
Noch ein Tipp aus meiner Erfahrung: Stell die Empfindlichkeit des Tablets in den Einstellungen so ein, dass es sich für dich angenehm anfühlt. Nicht alle machen das sofort, und dann wundern sie sich, warum es unbequem ist zu zeichnen. Und mach dich nicht verrückt wegen der Perfektion deiner ersten Zeichnungen - sie werden eh merkwürdig aussehen, das ist völlig normal. Mir geht's im Bad auch so - beim ersten Mal einen Besen in die Hand genommen, mir war, als würde ich gleich eins aufs Dach kriegen, und jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie ich das fürchten konnte!