Frischen Mist solltest du wirklich nicht direkt auf die Beete gießen - er verbrennt die Wurzeln und setzt viel Ammoniak frei. Er muss mindestens ein paar Monate durchfaulen, besser noch ein halbes Jahr. Kuhmist ist dichter, braucht länger zum Verrotten, passt, wenn du von Herbst bis Frühling düngen möchtest. Pferdemist ist leichter, lockerer, wird schneller fertig und wärmt die Erde stärker - super für kalte Regionen. Beide Varianten sind okay, der Unterschied ist nicht entscheidend.
Wann ausbringen - das hängt davon ab, was du gerade zur Hand hast. Wenn der Mist schon durchgefault ist und sich in einen braunen krümeligen Kompost verwandelt hat, kannst du ihn im Frühling vor dem Pflanzen ausbringen. Wenn er frisch oder halbgar ist - besser im Herbst, dann fault er über den Winter noch weiter durch und setzt sich. Im Frühling frischen Mist auszubringen lohnt sich nicht, die Pflanzen fangen an zu wachsen, während der Mist noch überheizen wird und Stickstoff zehrt. Du kannst ihn auch in den Komposthaufen zusammen mit Gras, Laub, Sägespänen werfen - der Prozess geht schneller wegen der Hitze.
Die Hauptsache - sei nicht zu gierig mit der Menge. Ein paar Eimer pro Quadratmeter pro Jahr - das ist okay. Wenn du es mit Mist übertreibst - gibt's zu viele Unkräuter und weiches, geschmackloses Gemüse. Durchgefaulten Mist kannst du öfter ausbringen, frischen - vorsichtiger.