Zweijähriges Kind spricht nicht, nur Laute und Zeigen

Mein Sohn ist jetzt zwei Jahre alt und spricht praktisch nicht - nur einzelne Laute wie „Mama" und „Papa". Dafür zeigt er perfekt mit dem Finger auf alles, was er braucht, brummt und macht Geräusche. Mit gleichaltrigen Kindern im Kindergarten spielt er normal. Der Arzt sagt, dass das individuell ist und eine Verzögerung der Sprachentwicklung sein könnte. Sollte ich jetzt schon mit einem Logopäden anfangen oder noch warten?

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Das Wichtigste ist, nicht in Panik zu verfallen und nicht zwischen verschiedenen Logopäden hin und her zu rennen, in der Hoffnung, dass jemand das Kind in zwei Wochen wie durch Zauber zum Sprechen bringt. Eine Sprachverzögerung mit zwei Jahren ist wirklich eine normale Variante, besonders wenn der Junge alles versteht und aktiv mit Gesten kommuniziert. Aber man sollte auch nicht einfach abwarten und nichts tun.

Versucht zunächst, zu Hause Bedingungen zu schaffen, die die Sprachentwicklung fördern: kommentiert, was das Kind macht („Du hast einen Turm gebaut, toll gemacht!"), lest zusammen Bücher, singt einfache Lieder, nennt Gegenstände. Oft fehlt es Kindern einfach an sprachlichem Input - wenn in der Umgebung viel geredet wird, fangen sie an, aufzuholen. Beobachtet nebenbei, wie er hört, ob er auf seinen Namen von weitem reagiert, ob er auf Musik achtet.

Wenn nach drei bis vier Monaten aktiver Kommunikation kaum Fortschritte zu sehen sind, dann macht es Sinn, einen Logopäden aufzusuchen - nicht für einen Kurs, sondern für eine Beratung und Empfehlungen. Der Arzt hat schwerwiegende neurologische Probleme ausgeschlossen? Großartig. Das bedeutet, dass ihr in einem positiveren Szenario seid, es braucht nur Geduld und Konsequenz zu Hause. Parallel könnt ihr das Gehör bei einem Audiologen überprüfen lassen, falls ihr das noch nicht getan habt - manchmal ist das der einfache Grund für Sprachprobleme.

Versteht er, was du ihm sagst? Wenn das Kind normal auf seinen Namen reagiert, einfache Bitten ohne Gesten ausführt und aktiv nonverbal kommuniziert - das ist ein gutes Zeichen. Mit zwei Jahren gibt es tatsächlich große Unterschiede in der Entwicklung, manche Kinder fangen erst mit drei Jahren an, zusammenhängend zu sprechen. Aber da der Arzt bereits eine mögliche Verzögerung erwähnt hat, zögere nicht mit einem Logopäden.

Eine Beratung wenigstens einmal kann nicht schaden - der Spezialist wird besser einschätzen können, ob das normal ist oder ob es wirklich ein Problem gibt, das jetzt Sinn macht zu behandeln. Besser überprüfen und ruhig schlafen, als es später zu bereuen.

Fangen Sie bereits jetzt mit Logopädie-Sitzungen an - mit zwei Jahren schadet das nicht, und falls nötig, zeigt es, ob es wirklich ein Problem gibt oder alles in Ordnung ist. Achten Sie gleichzeitig auf Lautmalerei: Spielen Sie während des Spiels absichtlich Tierstimmen, Autogeräusche nach und bitten Sie das Kind, sie nachzumachen - das bringt die Sprache oft besser in Gang als die direkte Aufforderung „sag ein Wort". Wenn das Kind gesprochene Sprache gut versteht und aktiv mit Gesten kommuniziert, ist die Entwicklung höchstwahrscheinlich normal, aber vorsichtshalber sollten Sie es überprüfen lassen.

Achten Sie darauf, wie aktiv das Kind Sie zuhört und versucht, die Laute nachzuahmen, die Sie von sich geben - das funktioniert oft besser als jedes Training. Wenn es auf seinen Namen reagiert, Ihren Worten mit den Augen folgt und versucht, Ihnen nachzumachen, dann ist eine Logopädie-Beratung eher für Ihre Beruhigung als aus medizinischer Notwendigkeit. Aber was wirklich wichtig ist: Vermeiden Sie Situationen, in denen Sie seine Wünsche anhand von Gesten erraten - geben Sie ihm die Möglichkeit, etwas mit Worten zu fordern, auch wenn es nur eine Silbe sein wird; lassen Sie ihn einfach zum Spaß Laute nach Ihnen wiederholen. Das funktioniert oft besser als gezieltes Training.

Versuchen Sie, absichtlich "Fehler" in den Namen von Gegenständen zu machen, wenn Sie sie Ihrem Sohn zeigen - zeigen Sie zum Beispiel eine Katze und sagen "Hund", und schauen Sie ihn dann erwartungsvoll an. Kinder in diesem Alter reagieren oft aktiver, wenn sie einen Erwachsenen korrigieren müssen, und das regt die Sprachentwicklung besser an als direkte Übungen. Was den Logopäden angeht - es hat keinen Sinn zu hetzen, wenn das Kind die Sprache versteht, Aufforderungen ausführt und aktiv mit Gesten kommuniziert. Aber eine logopädische Beratung zur Überprüfung des Gehörs und der Mundmotorik sollte man zumindest für die eigene Beruhigung in Anspruch nehmen, dann wisst ihr, ob echte Therapie nötig ist oder einfach nur Geduld.

Wie ist er denn so als Kind - aktiv, neugierig, oder eher verschlossen? Denn wenn der Kleine Sprache gut versteht, mit anderen Kindern spielt und aktiv mit Gesten kommuniziert - das kann wirklich nur ein langsamer Start beim Sprechen sein, kommt vor. Aber mit zwei Jahren schadet es nicht, einen Logopäden zu besuchen, zumindest zur Bewertung - man muss nicht unbedingt intensive Übungen anfangen, einfach damit ein Fachmann schaut, ob es keine physischen Probleme gibt (mit dem Gehör, dem Muskeltonus, der Zungenbeweglichkeit). Wenn alles in Ordnung ist und der Kleine einfach ein Spätzünder beim Sprechen - naja, dann eben, aber überprüfen sollte man es.

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