Der Trick, den dir niemand verrät, ist, nicht so sehr auf den Kalender zu schauen, sondern darauf, was deine Tochter macht, wenn sie euch essen sieht. Wenn sie dem Essen mit den Augen folgt, versucht, danach zu greifen, vielleicht schon diese Grimassen zieht, als würde sie abschmecken wollen, was du im Teller hast, dann sind die Signale da - egal in welchem genauen Monat. Klar, 6 Monate sind der Hauptmaßstab, aber das ist eher ein Ausgangspunkt als eine goldene Regel. Wenn sie dich aber nur noch zerstreut anschaut, ohne echtes Interesse, dann tut's auch nicht weh, noch eine oder zwei Wochen zu warten.
Was ich immer rate, ist, nicht direkt mit aufwendigen Breien anzufangen. Du fängst mit nur einem Gemüse zur Zeit an, zum Beispiel eine kleine Portion Zucchini-Creme, und schaust, wie der Bauch in den nächsten Tagen reagiert. So merkst du sofort, wenn es eine Allergie oder Sensibilität gibt, und weißt, was das Problem ausgelöst hat. Viele Eltern haben mir gesagt, dass langsam anfangen wirklich den Stress für beide reduziert. Noch ein praktischer Tipp: Verlass dich bei deinem Kinderarzt nicht auf starre Zeitpunkte, sondern darauf, wie deine Tochter während des Stillens Hunger und Sättigung signalisiert. Wenn sie dir schon mitteilen kann, wann sie mehr möchte oder wann es genug ist, ist sie wahrscheinlich auch bereit für etwas Festes.