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Der Knackpunkt ist weniger das Alter als vielmehr, ob du bereit bist, erstmal einen Schritt zurück zu machen - weniger Gehalt, weniger Status, am Anfang. Ich kenne jemanden, der mit 42 komplett die Branche gewechselt hat, musste aber akzeptieren, dass er nicht sofort wieder auf dem gleichen Level einsteigt wie vorher. Nach zwei Jahren war er dann etabliert und verdient mittlerweile sogar mehr als früher 💪

Das funktioniert aber nur, wenn deine finanzielle Situation das hergibt - also ersparnisse da sind oder ein Partner mitverdient. Und je spezialisierter die neue Richtung ist, desto länger dauert der Aufbau. Wenn's nur eine Branchenwechsel ist und du behältst deine Kernkompetenzen, geht's schneller.

Vergiss die Idee nicht, dass du "zu alt" bist - das ist der größte Fehler, den viele machen. Mit 40+ hast du einfach mehr Erfahrung, Ausdauer und oft auch finanzielle Stabilität als junge Leute, was beim Neueinstieg massiv hilft. Klar, manche Branchen sind kniffliger, aber es funktioniert definitiv - nur solltest du realistisch sein, dass eine komplette Umschulung Zeit braucht und vielleicht auch erst mal ein Step down beim Gehalt kommt.

Was willst du denn konkret machen - etwas komplett Neues oder eher eine Variation von dem, was du kennst?

Realistisch ist es absolut, nur musst du ehrlich mit dir selbst sein, ob es finanzielle Gründe sind (dann brauchst du eventuell einen Plan für die Überganszeit) oder ob du wirklich Bock auf die Sache hast. Mit 40+ merkst du nämlich schnell, ob dich etwas wirklich reizt oder ob du nur dem hinterherrennst. Das ist eigentlich ein Vorteil - deine Bullshit-Toleranz ist kleiner geworden, und das hilft dir, realistische Entscheidungen zu treffen.

Der praktische Trick, den ich dir geben würde: such dir jemanden in deinem Zielbereich, der ungefähr in deinem Alter ist und einen ähnlichen Weg gegangen ist. Nicht als Mentor im klassischen Sinn, sondern als jemand, mit dem du regelmäßig einen Kaffee trinken kannst und der dir erzählt, wie er es konkret gemacht hat - welche Hürden, welche versteckten Anforderungen, wo er Zeit verschwendet hat. Das ist ehrlicher als irgendwelche Online-Ratgeber, weil die Person dir auch die unangenehmen Details erzählt.

Stefanie94 asker Ich möchte in die Bibliothekswissenschaft wechseln, habe aber bisherig nur im Marketing gearbeitet.

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