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Was mir geholfen hat, war weniger ein bestimmtes Buch als eher die Routine, etwas mit den Händen zu machen - das lenkt ab und hilft gleichzeitig, den Kopf freizubekommen. Zu deinen Empfehlungen: "Burnout" von Kristina Hänel ist sehr konkret und nicht zu psychologisch-trocken, und wenn du einen Roman suchst, könnte "Die Mittagsfrau" von Julia Franck interessant sein, da geht es um Erschöpfung und Selbstverlust. Aber ehrlich gesagt lohnt es sich auch, parallel zu einem Buch einen Therapeuten zu suchen oder zumindest mit deinem Hausarzt zu sprechen - manchmal braucht es mehr als nur lesen, um da wirklich rauszukommen.

Ich kenn das Gefühl, wenn man einfach nicht mehr kann. Bei mir war es nicht direkt durch einen Job, aber ich hatte ne Phase, wo ich mich ständig überfordert gefühlt hab und merklich runtergegangen bin. Was mir damals geholfen hat, waren weniger die klassischen Self-Help-Bücher, sondern eher Sachen, bei denen ich mich als Person erkannt hab. "Der Sinn des Lebens" von Viktor Frankl ist relativ kurz und nicht schwer zu lesen - geht weniger um Burnout-Management und mehr um Sinn finden, aber das war für mich persönlich befreiend. Und ehrlich gesagt hat mir auch einfach ein gutes Buch zum Abschalten geholfen, nicht unbedingt eins über das Problem selbst.

Wenn du was Praktischeres möchtest, habe ich gehört, dass viele Leute mit "Burnout - Das Ausbrennen verhindern" von Matthias Burisch gut klarkommen, aber keine Ahnung wie aktuell das noch ist. Zu Romanen kann ich dir da wenig sagen, da musste ich ehrlich passen - kommt sicher drauf an, in welche Richtung dein Geschmack geht. Wichtig finde ich aber: achte auch drauf, ob du wirklich gerade ein Buch brauchst oder eher ne Pause. Manchmal ist Lesen selbst wieder Druck, wenn man gerade so fertig ist.

Bei mir hat weniger ein einzelnes Buch geholfen, sondern eher die Kombination aus was Praktischem und was, das mich ablenkt. "The Body Keeps the Score" von van der Kolk hat mir die biologischen Hintergründe erklärt, warum man sich so fertig fühlt - das hat irgendwie Sinn in die Sache gebracht. Daneben hab ich viel Zeit mit Romanen verbracht, die einfach in nen anderen Kopf mitnehmen, statt ständig am eigenen Problem rumzukauen. Die Kombination aus Verständnis + mentaler Auszeit hat mir persönlich mehr gebracht als nur "positive Denken"-Ratgeber.

Wenn du merkst, dass Lesen allein nicht reicht, probier mal aus, während du liest draußen zu sein - im Park oder Garten - statt dich reinzusetzen. Bei mir hat dieser Mix aus Input und frischer Luft viel mehr gebracht als nur die Theorie zu konsumieren.

Ansonsten: Manche schwören auf "Burnout: Das Ausbrennen von innen" von Schaufeli, aber ehrlich gesagt sind auch leichtere Sachen wie Essays oder sogar autobiografische Comics zum Thema mental health weniger zermürbend, wenn man eh schon am Limit ist. Manchmal braucht man einfach was, das nicht so kognitiv anstrengend ist.

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