Was ist, wenn die echte Entlastung gar nicht vom Darlehen kommt, sondern davon, was danach passiert? Hier geht's drum - wenn du eine Hypothek hast und die Preise fallen, klar, deine Schulden schrumpfen nicht von selbst. Aber die Leute, die nach dir kommen, können zu niedrigeren Sätzen kaufen, was den Markt irgendwann stabilisiert. Für viele fällt aber die psychologische Last ab, weil du aufhörst, deine „Geldanlage" jedes Quartal Geld verlieren zu sehen. Diese Angst allein kann dein ganzes finanzielles Bild beeinflussen.
Wo Inhaber bestehender Hypotheken wirklich einen Vorteil haben, ist deutlich praktischer: Wenn die Preise fallen, fallen auch die Grundsteuern in den meisten Gegenden, und manchmal folgt die Versicherung auch. Ich habe gesehen, dass Leute pro Jahr ein paar hundert Euro sparen, nur weil Neubewertungen stattfinden. Plus, wenn du jemals refinanzieren musst, werden Kreditgeber flexibler, wenn der ganze Markt nach unten rutscht - sie sind nicht so verängstigt. Und wenn du später upgraden oder verkleinern willst, egalisiert sich das Spielfeld; ja, deine Immobilie ist weniger wert, aber das gilt auch für das, in das du einsteigst.
Der Trick, den keiner erwähnt, ist, einen Preisrückgang als Chance zu nutzen, deine Position zu sichern. Wenn du eine Hypothek mit variablem Zinssatz hast, führen fallende Preise oft innerhalb von Monaten zu Zinsschnitten. Das ist dein Zeitfenster, um eine Festzinsrate durchzusetzen, bevor sich die Dinge stabilisieren. Auch wenn du bei deinem Loan-to-Value-Verhältnis break-even bist, ist das merkwürdigerweise der beste Zeitpunkt, um extra Zahlungen in die Kapitalrückzahlung zu stecken, ohne zuzusehen, wie sie im Eigenkapital-Limbo verschwinden. Du tilgst echte Schulden, wenn der Markt dein Sicherungsmittel nicht künstlich aufbläht.