Der Arzt hat recht - ein abrupter Umstieg kann tatsächlich zu Problemen führen. Das Problem ist, dass normale Schuhe mit Ferse und Dämpfung deine Füße daran gewöhnen, auf eine bestimmte Weise zu arbeiten: die Wadenmuskeln verkürzen sich, die Fußgewölbe werden schwächer, die Unterschenkelmuskeln sind nicht so aktiv angespannt. Wenn du plötzlich minimalistische Schuhe ohne Ferse anziehst, verteilt sich die gesamte Belastung neu, und unvorbereitete Muskeln können verkrampfen, Sehnenentzündungen können sich entzünden, und es können Schmerzen in den Fersen, Unterschenkeln und sogar den Knien auftreten.
Der Umstieg muss schrittweise erfolgen. Fang klein an - trag solche Schuhe täglich nur ein paar Minuten, dann erhöh die Zeit schrittweise. Parallel dazu trainier deine Wadenmuskeln und Fußgewölbe (Zehenspitzen hochgehen, auf den Zehenspitzen gehen, Übungen mit einem Ball unter der Fußsohle - viele machen das mit einem Tennisball). Vielleicht trägst du in den ersten vier Wochen minimalistische Schuhe nur zu Hause oder für kurze Spaziergänge und erhöhst die Distanz dann schrittweise.
Und achte auf deine Gehweise - bei solchen Schuhen musst du näher zur Mittelfußregion landen, nicht auf der Ferse wie gewöhnlich. Wenn du das ignorierst, wird sich die Belastung falsch verteilen und die Probleme treten sowieso auf.