Informationen über Apophis tauchen im Netz regelmäßig auf und sorgen jedes Mal für Panik, weil es beängstigend klingt - ein berggroßer Asteroid fliegt direkt auf uns zu. Aber die Sache ist die: Das ist längst berechnet. 2029 wird Apophis tatsächlich näher an der Erde vorbeifliegen als alle anderen Asteroiden, aber zwischen ihm und der Erde bleibt eine Entfernung von mehreren Zehntausend Kilometern. Zum Vergleich: Der Mond ist 60-mal weiter entfernt, und manche Satelliten fliegen sogar näher vorbei. Wissenschaftler haben seine Flugbahn so präzise verfolgt, dass das Risiko einer direkten Kollision praktisch ausgeschlossen ist.
Was die wissenschaftliche Gemeinschaft wirklich interessiert, ist, wie die Erdgravitation seine Umlaufbahn während der Annäherung beeinflussen wird. Die kleinste Änderung der Flugbahn könnte ein Risiko für künftige Annäherungen schaffen, besonders für 2036. Aber das ist kein Weltuntergang, das erfordert einfach eine Überprüfung. Beobachtungsstationen verfolgen den Asteroiden weiterhin, um selbst die geringste Chance auf Überraschungen auszuschließen.
Wenn du dich keine Sorgen machen willst - versuch einfach zu verstehen: Falls Wissenschaftler eine echte Bedrohung sehen würden, würden sie das offen aussprechen, da gibt es keine Geheimnisse. Die Panik kommt meistens aus umformulierten Nachrichten, wo der Satz „gefährlich nah" sich in „droht mit Kollision" verwandelt. Mit Distanzen im Weltall tut sich die Vorstellung schwer, deswegen wirkt beängstigend, was in der Realität - einfach ein interessantes astronomisches Ereignis ist.