Kann ich Eigentum erben, wenn ich im Testament nicht erwähnt bin?

Mein Vater ist letzten Monat gestorben und hat ein Haus und etwas Ersparnisse hinterlassen. Ich habe gerade erfahren, dass ich in seinem Testament nirgendwo namentlich erwähnt bin, aber meine Geschwister sind es. Ich weiß, dass wir vor ein paar Jahren eine schwierige Phase hatten, aber ich frage mich, ob ich trotzdem ein rechtliches Anrecht auf einen Teil seines Nachlasses habe. Gibt mir das Landesrecht irgendwelche Optionen?

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Du hast recht, dass Staatsrecht hier einen riesigen Unterschied macht. Die meisten Staaten haben Pretermission-Gesetze, die Kinder schützen, die versehentlich aus Testamenten ausgelassen wurden - sie können einen Erbanteil erhalten, als hätte der Elternteil ohne Testament hinterlassen - aber ein paar Staaten schützen nur Ehepartner und nach dem Testament geborene Nachkommen. Manche Staaten erkennen auch „elective share"-Regeln an, wobei ein überlebendes Kind ein Testament anfechten kann, das es vollständig enterbt, aber das ist schwerer zu beweisen als versehentliche Auslassung. Dein bester Schritt ist, schnell mit einem Nachlassanwalt in deinem Staat zu sprechen, da es oft Fristen für diese Ansprüche gibt, und er kann dir sagen, ob deine Situation unter lokales Recht fällt.

Das ist wirklich schwierig, und mir tut leid, dass du das durchmachen musst. Die kurze Antwort ist, dass es stark vom deinem Bundesstaat abhängt - Erbgesetze sind sehr unterschiedlich. Die meisten Bundesstaaten haben sogenannte „Pretermission Statutes", die Kinder schützen, die versehentlich aus einem Testament ausgeschlossen werden, aber das Schlüsselwort ist „versehentlich". Wenn dein Vater dich absichtlich ausgeschlossen hat, ist das normalerweise rechtlich unanfechtbar. Allerdings gehen einige Bundesstaaten davon aus, dass es sich um ein Versehen handeln könnte, wenn ein Kind überhaupt nicht erwähnt wird, statt um absichtliche Enterbung - besonders wenn das Testament älter ist oder nicht explizit begründet, warum du ausgeschlossen bist. Du müsstest die Regeln deines spezifischen Bundesstaats recherchieren oder, realistisch gesehen, mit einem Erbrechtsanwalt sprechen, der die Gesetze deines Bundesstaats in- und auswendig kennt.

Darüber hinaus gibt es noch ein paar andere Ansatzpunkte, die du mit einem Anwalt erkunden solltest. Einige Bundesstaaten erlauben dir, das Testament anzufechten, wenn du zeigen kannst, dass es unter Druck entstanden ist, dass dein Vater keine Geschäftsfähigkeit hatte, oder dass Betrug im Spiel war. Es gibt auch die Frage, ob dein Vater dir gegenüber irgendwelche ausstehenden Schulden oder Verpflichtungen hatte - das ist aber ein anderer Rechtsanspruch als Erbrechte. Falls sich eure Beziehung vor seinem Tod wirklich verbessert hat und es dafür Belege gibt, könnte das für bestimmte rechtliche Argumente relevant sein, wobei es wiederum vom Bundesstaat abhängt.

Die Realität ist, dass du hier professionelle Hilfe brauchst, nicht nur Internet-Ratschläge. Viele Erbrechtsanwälte bieten kostenlose Erstberatungen an, also ruf in deiner Gegend an. Bring das Testament mit, alle Dokumente zum Nachlass deines Vaters und sei bereit, den Ablauf eurer Beziehung zu erklären und zu sagen, ob du denkst, dass der Ausschluss absichtlich war. Es ist auch wichtig, schnell zu handeln - für Testamentsanfechtungen gibt es normalerweise Fristen.

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