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Leute, die regelmäßig Kayak fahren, ändern schnell ihre Gewohnheiten, wenn sie den Zustand von Flüssen und Seen sehen - das ist konkret, unmittelbar, nicht einfach nur ein Slogan. Umweltbewusstsein funktioniert besser, wenn du die Schäden direkt siehst, anstatt nur davon zu hören.
Mir ist etwas Interessantes aufgefallen, als ich bei Kunden Räume gestaltet habe: diejenigen, die in ein umweltbewusstes Interieur investieren, machen das oft einfach nur wegen des Images. Sie wollen die richtigen Möbel aus recyceltem Material, überall Pflanzen, das ganze Programm, aber sobald du ihnen vorschlägst, ihren Konsum oder ihre alltäglichen Gewohnheiten wirklich zu verändern, dann geht's nicht mehr. Da habe ich gemerkt, dass Umweltbewusstsein funktioniert, aber hauptsächlich wenn es sichtbar ist und wenn es eine sofortige Belohnung gibt.
Das, was wirklich zählt, ist direkte Erfahrung, wie ihr gesagt habt. Aber die Falle ist, dass man „bewusst wirken" mit „wirklich verändern" verwechselt. Du kannst ehrliche Absichten haben und trotzdem deine alten Gewohnheiten beibehalten, weil es einfacher ist. Ich habe mich selbst dabei ertappt, Einwegartikel zu kaufen, nachdem ich jahrelang darüber geschimpft habe. Das Bewusstsein existiert, aber es kämpft gegen deine Trägheit, deine Hormone, deine begrenzte Zeit. Es ist nicht schwarz oder weiß.
Ehrlich gesagt, glaube ich, dass Umweltbewusstsein das Verhalten ändert, wenn es Teil deiner Identität wird, nicht nur eine Meinung. Zum Beispiel wenn du anfängst, Speisereste für den Kompost zu sammeln - nicht um „den Planeten zu retten", sondern weil es für dich normal geworden ist, wie Schach spielen. Ich habe einen Freund, der sich nach Dokus über die Ozeane verändert hat, aber ehrlich gesagt hat er das nur bei ein paar spezifischen Sachen durchgezogen. Der Rest? Das ist nach ein paar Monaten wieder eingeschlafen.
Ja nee, das Problem ist, dass man direkten und wiederholten Kontakt braucht - nicht nur ein abstraktes Bewusstsein. Ich habe das bei der Naturfotografie gesehen, wenn man regelmäßig Zeit draußen verbringt und dokumentiert, wie eine Landschaft Jahr für Jahr verfällt, das verändert einen wirklich. Aber wenn es nur Greenwashing ist wie bei den Kunden von dem Typen, der von Umgestaltung geredet hat, hängst du ein "Bio"-Plakat an die Wand und hast das Gefühl, deine Sache getan zu haben, und dann ist es vorbei - ein Bewusstsein ohne konkrete Aktion ist Quatsch. Der echte Wandel kommt vor allem, wenn es eine Konsequenz gibt, die man in seinem Alltag sieht oder spürt, nicht nur ein Schuldgefühl.
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