Mit der Maus zu zeichnen ist möglich, aber wirklich schwieriger. Das Hauptproblem ist, dass die Maus Druck und Neigungswinkel nicht erfasst - und genau diese sind für einen malerischen Strich entscheidend. Entweder bekommst du eine gleichmäßige Linie hin, oder du musst ständig manuell die Pinselgröße ändern. Außerdem ist es anstrengend, die Hand über der Maus zu halten - man wird schnell müde. Menschen, die mit der Maus zeichnen, machen normalerweise eher minimalistische Grafiken oder verlassen sich auf digitale Filter.
Falls dein Budget sehr begrenzt ist, probier es mit der Maus - ehrlich gesagt, vielleicht reicht dir das auch. Aber wenn du merkst, dass du mehr Kontrolle brauchst, hat sich ein Tablet schnell amortisiert. Du brauchst nicht sofort ein professionelles iPad mit Procreate: es gibt preiswerte Grafiktabletts, die mit dem Computer funktionieren und Druck unterstützen. Damit ist das Erlebnis schon ganz anders.
Das Wichtigste - warte nicht auf ideale Bedingungen, fang einfach an. Zeichne einen Monat oder zwei mit der Maus, beschäftige dich mit der Software und guck dann, ob du wirklich ein Tablet brauchst oder ob das Ganze vorbeigeht. Oft überschätzen Anfänger die Bedeutung der Hardware am Anfang, und später kaufen sie sich doch ein Tablet.