Lohnt sich eine Innendämmung bei Altbauten wirklich?

Wir haben ne Gründerzeitwohnung in Berlin aus 1910 und überlegen, ob wir die Außenwände von innen dämmen sollen. Unser Handwerker meint, das bringt was für die Heizkosten, aber ich hab gelesen, dass das problematisch mit Schimmel sein kann. Was sind denn eure Erfahrungen damit? Lohnt sich der Aufwand finanziell?

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Bei Gründerzeitwohnung würde ich die Innendämmung echt kritisch sehen, gerade bei massiven Außenwänden wie bei euch. Das Problem ist nicht nur der Schimmel, sondern dass die dicken Ziegelsteinwände bei Innendämmung nicht mehr austrocknen können - die Feuchte bleibt quasi gefangen. Du isolierst zwar innen ab, aber die Wand selbst wird kälter und kann Feuchte von außen (Regen) nicht mehr loswerden. Wenn dann im Winter warme Innenluft gegen die kalte Wand trifft, kondensiert die Feuchte genau an der Schnittstelle zwischen Altbau und Dämmung. Das ist die Situation, wo Schimmel wirklich gedeiht.

Finanziell rechnet sich das bei Altbauten oft auch nicht so gut, wie man denkt. Die Heizkosten sinken vielleicht um 15-20% oder so, aber die Kosten für Material und Handwerk sind erheblich - und du brauchst dann eine wirklich professionelle Dampfbremse oder -sperre, sonst machst du dir mehr Probleme als vorher. Außerdem verlierst du wertvollen Wohnraum, weil die Dämmung mehrere Zentimeter Platz frisst.

Ich würde stattdessen erstmal gucken, ob es günstiger Alternativen gibt - ordentliche Fenster (falls noch alt), Türen abdichten, evtl. externe Dämmung an zugänglichen Stellen wie dem Dach oder dem Keller. Mit sowas spart man oft genauso viel und hat weniger Risiko mit der Bausubstanz. Für ne fachgerechte Einschätzung würde ich mir einen Energieberater ins Haus holen, der speziell mit Altbauten Erfahrung hat - das kostet relativ wenig und kann dir viel Geld sparen.

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