Anständige Wärmedämmung + intelligente Sonnenausrichtung + natürliche Belüftung machen wirklich einen Unterschied bei der Stromrechnung, das ist Fakt. Jetzt, wie viel du sparst, variiert aber ziemlich je nach Klima deiner Region und wie das Haus tatsächlich gebaut wurde (weil nicht jedes Haus, das als „bioklimatisch" verkauft wird, wirklich so optimiert ist). Etwa 20-30% Ersparnis ist in vielen Fällen realistisch, aber es gibt Leute, die weniger sehen, je nach spezifischem Projekt.
Das Problem ist der Mehrpreis. Normalerweise wird der Bau um 5-15% teurer, je nachdem wie viele bioklimatische Dinge sie reingepackt haben. Wenn das Haus €300k kostet, können das €15k bis €45k mehr sein. Dann musst du rechnen: Wenn du €500/Jahr bei der Energie sparst, dauert es 30-90 Jahre, bis du deine Investition wieder reinhast. Klar, das Haus ist angenehmer zum Wohnen (weniger Zugluft, bessere Temperatur) und der Wert steigt mehr, wenn du es verkaufst, aber das ist ein Vorteil, den man nicht sofort sieht.
Meine persönliche Meinung ist, dass es sich lohnt, wenn: a) du vorhast, viele Jahre da zu bleiben, b) deine Region strenge Sommer/Winter hat, c) der Mehrpreis dein Budget nicht zu sehr belastet. Wenn du in 5-10 Jahren umziehst oder schon niedrige Energierechnungen hast (Haus gut isoliert, Gegend mit mildem Klima), könnte es rausgeworfenes Geld sein. Aber wenn du zwischen zwei Projekten wählst und der Preisunterschied ist nicht brutal, geht die bioklimatische Variante langfristig als Gewinner heraus.