Die Grundregel ist einfach - scanne keine Codes, die eindeutig über den Original-Codes aufgeklebt oder verdächtig aussehen. Wenn ein Code an einer Haltestelle mit einem selbstgemachten Aufkleber überkleben ist, ist das definitiv ein rotes Tuch. Klick auch nicht auf Links aus unbekannten Quellen, selbst wenn sie angeblich zu einem bekannten Service führen.
Dein Freund hat recht, dass solche Codes tatsächlich für Betrügereien genutzt werden, aber einen Virus kriegst du nicht einfach vom Scannen. Realistisch kann folgendes passieren: Du landest auf einer gefälschten Website, die einer Bank oder einem Zahlungsdienst ähnelt, und gibst dort deine Daten ein. Oder es öffnet sich ein Anmeldeformular, das deinen Benutzernamen und dein Passwort speichert. Das ist die eigentliche Gefahr. Oder es ist einfach nur ein Betrug wie „Abonniere unseren Newsletter, mach bei einer Verlosung mit" - und danach bekommst du Spam zugesendet oder Betrüger rufen dich an.
Der wichtigste Punkt, den man oft übersieht: Auch wenn du vorsichtig bist und keine Daten eingibst, kann schon das bloße Anklicken des Links Informationen über dich preisgeben - deine Telefonnummer, wenn sie mit dem Gerät verknüpft ist, deinen Standort, deinen Browser, dein Betriebssystem. Betrüger sammeln solche Daten für weitere Attacken auf andere Menschen oder um sie zu verkaufen. Daher ist es besser, unbekannte Codes auf der Straße gar nicht anzufassen, selbst nicht aus Neugier.