QR-Codes wurden nicht so sehr aufgegeben, sondern waren im Westen nie wirklich verbreitet - in Asien, besonders in Japan und China, waren sie schon immer riesig. Die echte Verschiebung 2020 war nicht technologischer Natur, sondern eine Frage der Notwendigkeit: Kontaktlose Interaktion wurde über Nacht dringend, und plötzlich brauchte jedes Restaurant eine Möglichkeit, Menüs zu teilen, ohne Leuten Papier oder Geräte in die Hand zu geben. Dadurch waren QR-Codes die offensichtliche Lösung, zumal Smartphones sie ohnehin scannen konnten. Was erwähnenswert ist: Die Wahrnehmung, dass sie „tot" seien, kam teilweise daher, dass Tech-Blogs und westliche Medien um 2014 - 2016 herum erklärten, sie seien gescheitert - das schuf eine Erzählung, die überlagerte, dass sie überall sonst stillschweigend im Einsatz waren. Die Falle ist, „unpopulär auf unserem Markt" mit tatsächlich toter Technologie zu verwechseln - QR-Codes florierten, nur nicht dort, wo westliche Tech-Autoren hinschauten.