Die Banken vergeben definitiv Kredite an Erstkäufer, aber ich denke, das Größere ist, dass sich die Erwartungen der Menschen deutlich verschoben haben. Statt auf den perfekten Moment zu warten, steigen viele einfach früher ein mit allem, was sie an Ersparnissen zusammenkratzen können, auch wenn das eine kleinere Immobilie oder eine weniger ideale Lage bedeutet. Der Rückzug von Investoren, den du erwähnt hast, scheint real zu sein - sie sind vorsichtiger bei der Cashflow-Situation, während Eigennutzer einfach versuchen, sich festzulegen, bevor die Preise noch weiter außer Reichweite sind.
Was manche übersehen ist aber, dass Genehmigung zu bekommen und sich mit den Rückzahlungen wirklich wohlfühlen zwei verschiedene Dinge sind. Du kannst technisch gesehen das Geld borgen, das die Bank dir sagt, dass du es kannst, aber das heißt nicht, dass dein Budget sich nicht für Jahre erdrosselt anfühlt. Ich habe von Leuten gehört, die ihren Kredit geregelt bekamen, dann aber merkten, dass sie nicht atmen konnten, sobald sie die Zinsen, Gemeindegebühren, Instandhaltung bei einem älteren Haus reinrechneten - alles das, was nicht auf dem Antragsformular auftaucht. Also ja, Kredite finden statt, aber viele Erstkäufer entdecken, dass ihre echte Grenze niedriger ist als das, was die Bank bereit ist zu geben, sobald sie sich wirklich mal mit einer Tabellenkalkulation hinsetzen.
Der intelligente Schachzug scheint zu sein, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, was du wirklich bezahlen kannst, statt nur hinter jeder Genehmigung herzujagen, die du kriegen kannst. Rechne rückwärts von einer monatlichen Rate aus, die dein Leben nicht zerstört, und schau dann, welche Immobilie du dir damit wirklich leisten kannst. Es ist weniger romantisch als sein Traumhaus zu finden und die Bank alles regeln zu lassen, aber es spart dir später viel Stress.