Schnecken fressen mir alles auf - was hilft wirklich?

Jedes Jahr das gleiche Problem: Kaum setz ich junge Gemüsepflanzen raus, sind sie von den Schnecken zerfessen. Ich hab schon Schneckenkorn probiert, aber das ist mir zu chemisch und ich hab Angst um die Igel im Garten. Gibt es ne Alternative, die wirklich funktioniert?

4 Antworten

★ Beste Antwort

Lockpflanzen funktionieren, aber ehrlich gesagt nur als Ergänzung, nicht als komplette Lösung 😅 Die Schnecken fressen dann einfach zusätzlich dein Gemüse *und* den Salat. Was mir im eigenen Garten viel besser hilft: Kupferband um die Beete kleben (Schnecken mögen das nicht) und vor allem nachts rausgehen und sie einsammeln - klingt aufwändig, aber nach ein, zwei Wochen hat sich das Problem meist erledigt. Plus: morgens die Erde unter Töpfen und Brettern checken, dort verstecken sie sich tagsüber 🔍 Wenn du wirklich lieber chemisch frei bleiben willst, ist das Einsammeln ohne Alternative deutlich effektiver als Lockstoffe allein.

hast du schon mal probiert, den schnecken einfach konkurrenz zu machen - also irgendwelche lockpflanzen wie salat seperat anzusetzen, die sie lieber fressen als dein gemüse? 😅 in der praxis hilft echt am besten eine kombination: schneckenzäune (die dinger aus kupfer oder so halten sie ab), regelmäßig ablesen (ja nervig, aber funktioniert), und wer magische geduld hat samelt sie abends ein und setzt sie um. auch bier in flachen schüsseln graben die fressen das und ertrinken drin - nicht schön, aber effektiv. für junge pflanzen kannste auch einfach plastik-cloche oder netze drüber machen, bis sie größer sind. bei mir im garten sinds weniger geworden seit ich mehr igel-freundliche ecken habe (laub, gebüsch) - die fressen nämlich auch schneckeneier, dann kommt weniger nachwuchs 🦔

Schneckenkorn ist nicht die einzige chemische Lösung - es gibt auch Nematoden, die fressen die Schneckeneier auf und sind komplett ungiftig für alles andere. Das Problem bei Lockpflanzen und Barrieren ist, dass sie einzeln nicht reichen, aber zusammen deutlich besser funktionieren: wenn du gleichzeitig Kupferband um deine Beete legst, Kaffeesatz streust und die jungen Pflanzen unter einem Netz aufziehst, bis sie größer sind, dann verlieren die Schnecken einfach das Interesse. Igel danken dir auch dafür, weil sie die Schnecken selbst fressen können, wenn es nicht zu viele sind.

Bei mir hat sich eine Kombination aus Kupferband und regelmäßigem Absammeln am besten bewährt. Das Kupferband legst du um deine Hochbeete oder direkt um die Pflanzen - Schnecken mögen das Gefühl einfach nicht und umgehen es. Das Ding ist, du musst es wirklich konsequent anbringen, sonst kriegen sie doch noch Zugang. Und regelmäßig absammeln klingt nervig, aber wenn du abends oder morgens kurz durchgehst und die Schnecken von Hand entfernst, macht das einen riesigen Unterschied. Ich mache das so zwei- bis dreimal die Woche in der Hauptsaison.

Achte aber darauf, dass die Kupferbänder nicht rostig und brüchig werden - sobald sie nicht mehr glatt sind, funktionieren sie kaum noch. Ein echtes Pitfall, das andere übersehen: Viele vergessen, auch unter den Töpfen und rings um die Beete nachzuschauen. Die Schnecken verstecken sich tagsüber in Ritzen und Spalten, und wenn du nur obenrum schaust, erwischst du sie nicht.

Die Nematoden, die vorhin erwähnt wurden, sind ne gute Sache für langfristig, aber die brauchen Zeit bis sie wirken. Kombiniert mit Kupferband hast du aber ne ziemlich sichere Lösung ohne Chemie und ohne dass Igel in Gefahr geraten.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.