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★ Beste Antwort

Das geht nicht, Maklergebühren gehören nicht in die Nebenkosten und können deshalb nicht auf alle Mieter umgelegt werden. Nebenkosten sind nur für Ausgaben wie Wasser, Heizung, Müll etc. reserviert - alles, was das ganze Haus betrifft. Eine Maklergebühr ist eine einmalige Betriebsausgabe des Vermieters und seine persönliche Angelegenheit, nicht die der Mieter. Wenn dein Vermieter das trotzdem versucht, würde ich das nicht zahlen und notfalls die Mieterorganisation oder einen Anwalt einschalten.

Zahl das auf keinen Fall einfach mit. Der andere Antwortgeber hat recht, dass Maklergebühren nicht in die Nebenkosten gehören - aber das ist eigentlich nur die halbe Story. Das Problem ist: selbst wenn dein Vermieter die Courtage zahlen musste, darf er sie dir nicht in Rechnung stellen, weil in Deutschland der Auftraggeber (also der Vermieter) die Maklerprovision tragen muss. Du kannst das ablehnen und deinem Vermieter schriftlich mitteilen, dass du diese Position in der Nebenkostenabrechnung nicht anerkennst. Im Zweifelsfall hilft der Mieterbund oder ein Anwalt weiter.

Unterschreib nichts, was der Vermieter dir da vorgibt - schon gar nicht stillschweigend. Die bisherigen Antworten haben recht: Maklergebühren sind rechtlich kein Bestandteil der Nebenkosten und dürfen daher nicht umgelegt werden. Das ist ziemlich klar in der Rechtsprechung. Aber hier kommt der Haken, den man oft übersieht: Viele Vermieter hoffen einfach, dass Mieter das nicht hinterfragen und es einfach mitbezahlen. Das funktioniert nur, wenn du passiv bleibst.

Mach folgendes konkret: Fordere den Vermieter schriftlich (E-Mail reicht) auf, dir die genaue rechtliche Grundlage für diese Umlage zu nennen. In der gleichen Mail legst du dar, dass Maklergebühren nach ständiger Rechtsprechung nicht zu den umlagefähigen Nebenkosten gehören. Das ist wichtig, weil es dokumentiert, dass du das nicht einfach akzeptierst. Die meisten Vermieter ziehen dann schnell zurück, wenn klar ist, dass ein Mieter sich auskennt. Falls er stur bleibt, kannst du dich an deinen Mieterverein oder einen Anwalt wenden - aber ehrlich, bis dahin geben die meisten auf.

Ein praktischer Trick: Überprüf, ob die Nebenkostenabrechnung vom letzten Jahr schon Fehler hat und ob da andere illegale Positionen reingerutscht sind. Viele Vermieter schieben mehrere Sachen rein, von denen einzelne vielleicht bereits problematisch waren. Dann kannst du alle Punkte auf einmal ansprechen und hast mehr Druck.

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