Außendämmung ist bei einem Haus aus den 80ern deutlich überlegen, auch wenn die Umsetzung aufwendiger ist. Das Problem ist, dass dein Haus wahrscheinlich überall Wärmebrücken hat - in den Ecken, an den Übergängen Wand-Dach, an den Fensterleibungen. Wenn du innen dämmen lässt, bleibt die ganze kalte Struktur erhalten, deshalb verlierst du wahnsinnig viel Energie über diese Bereiche. Bei Außendämmung umhüllst du das ganze Gebäude, eliminierst diese Brücken, und gewinnst wirklich an Komfort. Das ist nicht nur ein paar Prozent besser, das ist ein großer Unterschied.
Die "Invasivität", die du erwähnst, ist ehrlich gesagt vorübergehend. Ja, man muss Gerüste aufstellen, das ist Arbeit, aber sobald es fertig ist, profitierst du davon Jahrzehnte lang. Innendämmung stiehlt dir wertvollen Platz (was vor allem in kleinen Räumen nervt), die Wärmespeicherung bleibt außen, und du musst Feuchteaufstieg in den Wänden wirklich gut in den Griff bekommen - sonst kriegst du Kondensationsprobleme. Bei Außendämmung behält deine Struktur ihre Wärmespeicherung, du behältst deinen ganzen Innenraum, und technisch ist es langfristig robuster.
Wenn dein Budget wirklich eng ist, wäre ein Kompromiss innen für die oberen Geschosse (weniger sichtbar, wenn es zum Beispiel Dachboden ist) und außen für die Hauptfassade. Aber wenn du dir die komplette Außendämmung leisten kannst, ist das eindeutig die klügste Investition für ein Haus in diesem Alter.