Warum ist mein englischer Akzent so schlecht, obwohl ich seit 5 Jahren Englisch lerne?

Ich habe Englisch in der Schule und später an der Universität gelernt, aber wenn ich mit Muttersprachlern auf Discord oder Twitch spreche, sagen sie mir, dass ich nicht verständlich bin. Ich höre regelmäßig Podcasts, ich schaue Serien im Original mit Untertiteln, aber nichts ändert sich daran. Das ist frustrierend, weil ich grammatikalisch eigentlich ganz gut klarkomme.

4 Antworten

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Das ist eindeutig der Unterschied zwischen Verständnis und Produktion, und es ist völlig normal, dass dich das frustriert.

Die Jungs oben haben recht mit dem Passiv-vs.-Aktiv-Ding, aber es gibt da einen Punkt, den man oft vergisst: Du musst auch deine Prosodie korrigieren - nicht nur die einzelnen Laute, sondern auch Rhythmus, Intonation, Liaisons. Zum Beispiel, selbst mit perfekter Grammatik, wenn du sprichst wie ein Franzose, der im Kopf übersetzt, klingt das falsch.

Versuch, Muttersprachler zu shadowen (also genau nach ihnen wiederholen, während sie sprechen), das zwingt dein Gehirn, die Rhythmusmuster zu erfassen und nicht nur die einzelnen Wörter.

Ich hatte genau das gleiche Problem, als ich an der Uni war, ich hatte gute Noten, aber sobald ich sprach, haben mich die Leute gebeten zu wiederholen 😅 Das Ding ist, passiv zuhören reicht einfach nicht aus, du musst wirklich laut sprechen während du lernst, die Sounds die du in Serien hörst nachahmen, checken wie dein Mund sich bewegt wenn du bestimmte Wörter sagst.

Viele Leute wissen gar nicht, dass Akzent nicht nur Aussprache ist, das ist auch der Rhythmus und die Intonation die man aktiv trainieren muss.

Versuch jemanden auf Discord oder einen Tutor zu finden um regelmäßige Aussprache-Sessions zu machen, das ist wirklich effektiver als nur passiv Inhalte zu konsumieren 💪

Die meisten Leute, die jahrelang formales Englisch gelernt haben, stellen fest, dass Aussprache ein völlig anderer Muskel ist als Grammatik. Was die vorherigen Antworten über das Sprechen mit sich selbst sagen, stimmt, aber es gibt da etwas, das man vergisst: Passives Hören gibt dir nur einen Akzent, der in deinem Kopf aufgezeichnet ist. Das Problem ist, dass du deinen Mund kalibrieren musst, um Laute zu produzieren, die du noch nie wirklich gesprochen hast. Es ist ein bisschen wie wenn du jahrelang jemanden beim Kajakfahren zuschaust und erwartest, ohne Wasser paddeln zu können. Du musst aktiv trainieren, richtig aktiv, nicht nur zuschauen.

Nimm dich beim Sprechen auf und höre es dir wieder an, das ist hilfreich, um seltsame Sachen zu erkennen, aber es reicht nicht, wenn du korrigierst, ohne genau zu wissen, worauf du achten musst. Was besser funktioniert, ist, einen Muttersprachler auf Discord oder so zu finden und ihn direkt zu fragen „welche Laute vermasse ich?" statt einfach Aufnahmen aufs Geratewohl hochzuladen. Oft ist nicht der allgemeine Akzent das Problem, sondern zwei oder drei Konsonanten oder wie du mit kurzen Vokalen umgehen. Sobald du weißt, worauf du dich konzentrieren musst, kannst du daran gezielt arbeiten, statt vage Podcasts zu hören und zu hoffen, dass es hängenbleibt. Und sprich wirklich laut während deiner Solo-Sessions, nicht so im Flüsterton. Aussprache ist eine Frage von Selbstbewusstsein und Muskeltraining auch.

Du solltest wirklich alleine laut sprechen, bevor du mit Muttersprachlern redest, also nimm dich auf, wie du einfache Texte liest, und höre dir selbst zu, um zu checken, wo es komisch klingt.

Das, was niemand sagt, ist dass die meisten Leute einfach nur lernen, den Akzent zu erkennen, ohne ihn jemals wirklich mit ihrem eigenen Mund nachzumachen, und das ändert alles, wenn du anfängst, deine Aussprache aktiv zu trainieren, anstatt sie nur passiv aufzusaugen.

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