Warum kocht Wasser in großen Höhen bei unterschiedlichen Temperaturen?

AM Amy Walker GB 🛠️ Spezialist 👁 98 ⚑ Melden Physik

Ich plane nächsten Monat einen Campingausflug in die Berge und habe gelesen, dass Kochen dort länger dauert. Ich verstehe nicht, warum Wasser bei einer niedrigeren Temperatur kochen würde, wenn es in höheren Lagen eigentlich heißer sein soll. Kann mir jemand die Physik dahinter erklären?

2 Antworten

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Das Wichtigste ist zu verstehen, dass Wasser kocht, wenn der Dampfdruck des Wassers dem atmosphärischen Druck entspricht, der auf es einwirkt - die Temperatur hat nichts mit der Höhe oder der Lufttemperatur zu tun. Auf Meereshöhe stellt sich dieses Gleichgewicht bei 100°C ein, weil die Luft starken Druck ausübt. In den Bergen ist weniger Luft über dir, also weniger Druck, was bedeutet, dass Wassermoleküle bei einer niedrigeren Temperatur als Dampf entweichen können, je nach Höhe vielleicht um die 90°C. Dein Essen braucht länger zum Kochen, weil das Wasser selbst tatsächlich kühler ist, nicht wegen der Lufttemperatur in den Bergen.

Das habe ich auf die harte Tour bei einem Campingausflug auf etwa 2500 Metern gelernt - das Wasser kochte zwar, sah aber falsch aus, irgendwie träge, und alles brauchte ewig. Als ich dann realisiert habe, dass das Wasser wirklich kühler war als zu Hause, habe ich einfach mehr Zeit eingeplant oder einen Drucktopf benutzt, der den Druck wieder erhöht und dem Wasser erlaubt, heißer zu werden.

Denkst du, dass höhere Höhe bedeutet, dass die Luft heißer wird? Kochen hängt eigentlich vom Luftdruck ab, nicht von der Temperatur - wenn du einen Berg hinaufgängst, sinkt der Luftdruck, sodass Wassermoleküle leichter in Dampf entweichen können, und Kochen findet dann vielleicht bei 80°C statt von 100°C. Deshalb dauert deine Pasta dort oben ewig, das Wasser wird einfach nicht so heiß, obwohl es technisch gesehen kocht.

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