Du läufst in den Unterschied zwischen dem, was deine Augen sehen, und dem, was der Algorithmus tatsächlich optimiert. Alle oben haben den Kernpunkt getroffen - es geht darum, die *Zeit* zu minimieren, nicht die Entfernung - aber es gibt eine praktische Ebene, die es wert ist zu verstehen: Google Maps kalibriert sich ständig neu basierend darauf, wann du tatsächlich fahren wirst.
Es ist also nicht nur „Autobahn X hat ein Tempolimit von 65 mph". Das System weiß, dass die Autobahn um 15 Uhr an einem Dienstag in der Nähe der Ausfahrt zur Innenstadt verstopft ist und auf 15 mph für 2 Meilen sinkt. Deine längere Landschaftsroute könnten 8 Meilen statt 6 sein, aber sie läuft die ganze Zeit mit stabilen 50 mph. Die Mathematik funktioniert: 8 Meilen bei 50 mph schlagen 6 Meilen, wenn 2 dieser Meilen mit 15 mph kriechend fahren. Addiere Dinge wie Ampelmuster auf Nebenstraßen, Abbiegebeschränkungen und Straßengeometrie (enge Kurven bremsen dich aus), und plötzlich ist eine Route, die auf der Karte „länger" aussieht, in echten Fahrbedingungen wirklich schneller.
Der knifflige Teil ist, dass diese Vorhersage besser wird, je mehr Daten Google sammelt, aber sie kann trotzdem daneben liegen - besonders wenn es einen Unfall gibt, den du gerade erwischst während du fährst, oder wenn sich die Verkehrsmuster seit dem letzten Update verschoben haben. Das ist, warum du manchmal die App in Frage stellst und sie sich trotzdem als richtig herausstellt, oder warum du gelegentlich das Gefühl bekommst, sie habe dich in die falsche Richtung geschickt. Der Algorithmus macht seine beste Vermutung basierend auf historischen Mustern, sieht aber nicht wirklich die Straße jetzt gerade.