2 Antworten

Die App berechnet die Reichweite basierend auf durchschnittlichen Verbrauchsdaten, aber der tatsächliche Verbrauch hängt von vielen Faktoren ab: wie du fährst, welche Route, das Wetter, der Zustand der Batterie. Außerdem sind die Algorithmen oft zu optimistisch und berücksichtigen nicht, dass der Akku mit der Zeit an Kapazität verliert. Ich selbst habe solche Prognosen mehrfach überprüft und bin oft auf Abweichungen von 10-20% gestoßen, besonders wenn man aktiver als gewöhnlich fährt.

Batteriekalibrierung - genau das wird oft übersehen. Wenn der Akku altert (und Lithium-Batterien verlieren einfach mit der Zeit an Kapazität), kann die App die Reichweite noch lange nach alten Parametern berechnen, weil sie sich auf die Informationen stützt, die der Akku über sich selbst meldet. Wenn der Sensor nicht richtig kalibriert ist, lügt er beim verbleibenden Prozentsatz, und die ganze Mathematik der App geht den Bach runter.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umgebungstemperatur. Im Winter gibt der Akku Energie ineffizienter ab, Lithium wird träge, sagen wir mal so. Die App kann das berücksichtigen, aber oft nicht ausreichend. Ich habe bemerkt, dass selbst beim intensiven Joggen in der Kälte der Energieverbrauch springt, weil der Körper mehr Energie für die Thermoregulation braucht, und das Gerät registriert das nicht sofort. Mit dem Smartphone ist es dasselbe - der Akku gibt schneller auf, als die Vorhersage prognostiziert.

Dazu kommt noch der Nutzungsstil. Wenn du plötzlich beschleunigst, lange maximale Leistung hältst, schafft die App es nicht, die Vorhersage neu zu berechnen - sie geht vom durchschnittlichen Nutzerverhalten aus. Deshalb: Wenn du aggressiv fährst, ist es besser, einen zusätzlichen Puffer einzuplanen, als die Anzeigen blind zu vertrauen.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.