Bei Häusern aus den 70ern ist die Außendämmung eigentlich immer die bessere Wahl, wenn's möglich ist. Ich kenne mehrere Leute, die das gemacht haben, und die Ersparnis ist wirklich deutlich - plus es gibt viel weniger Probleme mit Schimmel und Feuchtigkeitsschäden. Außendämmung schützt die Bausubstanz selbst, während Innendämmung die Wärmespeicherung der Wände zerstört und Tauwasserprobleme an der Grenzfläche entstehen können. Wenn dein Haus von 1972 ist, hat's vermutlich keine ordentliche Isolierung und die Wände sind noch relativ massiv - genau das Richtige für Außendämmung.
Innendämmung brauchst du wirklich nur, wenn du von außen nicht rankommst - also wenn das Haus unter Denkmalschutz steht oder die Fassade einfach zu wertvoll ist zum anfassen. Ansonsten verlierst du da einfach Wohnfläche und der Effekt ist nie so gut. Bei einer Außendämmung solltest du auf ein gutes System setzen (Styropor, Mineralwolle oder auch Holzfasern funktionieren alle), aber vor allem auf ordentliche Verarbeitung achten - da lohnt sich ein Fachbetrieb.
Die Kosten sind nicht ohne, klar, aber bei den Heizkosten wie die aussehen sollte sich das in unter 20 Jahren amortisieren. Plus wenn ihr mal verkauft oder vermietet, ist so ein Haus deutlich attraktiver. Würde ich an deiner Stelle prioritär machen, wenn's vom Geld her machbar ist.