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Zunächst mal: Hast du Zugang zu Orten in deiner Nähe oder musst du reisen, um Landschaften zu finden? Denn was ich beobachtet habe, ist, dass viele Menschen süchtig nach instagrammablen Destinationen werden und die besten Fotos verpassen, die nur 20 Minuten von ihrem Zuhause entfernt sind. Die anderen haben recht mit dem Licht - es ist alles - aber ich würde hinzufügen, dass du auch lernen musst, das Gelände zu lesen, zu sehen, wo du den Horizont platzierst, wie Elemente im Vordergrund das einrahmen können, was dahinter ist. Das ist wichtiger, als auf die perfekte goldene Stunde zu warten.
Fang mit dem an, was du zur Hand hast, aber geh früh raus und geh oft, warte nicht auf die "richtige" Ausrüstung und nicht auf das "perfekte" Ziel.
Welche Art von Landschaften faszinieren dich am meisten - Berge, Strände, Wälder?
Die Antwort hängt davon nämlich ziemlich ab, aber generell gilt: Vergiss erst mal die Idee, dass du teure Ausrüstung brauchst. Ehrlich gesagt, dein Handy oder eine einfache Kamera reichen völlig aus zum Lernen. Wichtig ist, dass du Licht und Komposition verstehst. Geh fotografieren, wann immer du kannst (Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind das Beste, das Licht ist viel interessanter als mittags), und üb dich darin, Linien zu finden, Blickpunkte, Formen, die den Blick des Betrachters lenken. Nimm ein Notizbuch mit, wenn du willst, schreib auf, was geklappt hat und was nicht.
Später dann befass dich mit technischen Sachen wie Belichtung, Verschlusszeit und so. Aber mach es nicht andersherum. Ich hab schon viele Leute gesehen, die sich eine Kamera für tausende Dollar kaufen, lernen, wie man Zahlen im manuellen Modus eintippt, und dann furchtbare Fotos machen, weil sie nicht verstehen, wo sie die Kamera hinhalten sollen. Schau dir Tutorials auf YouTube an (da gibt's massig kostenloses Material), lade Lightroom oder was Ähnliches runter, um Bildbearbeitung zu lernen, und das Wichtigste: Geh immer wieder raus und fotografiere. Wiederholung ist es, die dir wirklich was beibringt, nicht das Lesen über Fotografie im Internet.
Das Wichtigste ist, erst mal lernen zu sehen, wie das Licht funktioniert, bevor du dich über die Ausrüstung Gedanken machst, denn mit jedem anständigen Smartphone kannst du schon Landschaftsfotos machen, die gut aussehen, wenn du weißt, wo du dich positionierst und wann du auslöst. Die vorherige Antwort hat recht, dass teure Ausrüstung nicht das Erste ist, aber ich würde noch weiter gehen: du brauchst am Anfang gar nicht mal eine spezielle Kamera, und das nimmt dir den Druck, Geld auszugeben, ohne zu wissen, ob dir das Genre wirklich Spaß macht. Später, wenn du dann schon weißt, welche Art von Landschaften dich interessieren, da lohnt sich eine bessere Kamera, aber am Anfang geht es darum, rauszugehen, Komposition zu üben und zu verstehen, wie sich alles je nach Tageszeit und Wetterbedingungen verändert.
Ich habe angefangen, Landschaftsfotos zu machen, ohne viel nachzudenken - ich habe einfach mein Handy auf Kajaktouren mitgenommen, und mir ist aufgefallen, dass das, was meine Fotos wirklich verändert hat, war zu verstehen, wie die Tageszeit alles beeinflusst - es geht nicht nur um das Licht, sondern auch um die Schatten und die Farben, die entstehen. Was dir niemand sagt, ist, dass die besten Landschaften oft an Orten sind, wo du bereits bist, nicht unbedingt an exotischen Reisezielen; ich habe einige meiner Lieblingsfots von lokalen Stränden, die ich fast ohne nachzudenken gemacht habe. Fang an, dir Fotos von anderen anzuschauen und frag dich selbst, was dich genau anzieht, dann versuch, das mit dem nachzumachen, was du zur Hand hast, und dann werden deine Fotos anfangen, sich zu verbessern, ohne dass du Geld für teure Kameras ausgeben musst.
Der häufigste Fehler, den ich sehe, ist, dass Leute ein Stativ, einen ND-Filter kaufen und glauben, dass das sie rettet. Die Realität ist, dass wenn du nicht an Komposition übst - wo du den Horizont platzierst, wie du die Linien der Landschaft nutzt, um den Blick zu lenken - dir auch die teuerste Kamera nicht hilft. Fang einfach an: geh raus mit dem, was du hast, mach viele Fotos vom gleichen Ort zu verschiedenen Tageszeiten, und danach analysier, warum manche gut geworden sind und andere nicht. Das lernst du schneller als mit irgendeinem Tutorial.
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