Es geht nicht wirklich darum, dass man sich zwischen diesen beiden entscheiden muss - sie sind sich vom Charakter tatsächlich sehr ähnlich. Yamaha YZF-R3 und Kawasaki Ninja 400 sind in allen Parametern nah beieinander: ein Liter Hubraum, über 40 PS, Gewicht um die 170 Kilo. Auf ihnen lässt sich gut lernen, und ein Sturz sprengt das Budget nicht. Aber es gibt einen Punkt, auf den kaum jemand achtet: der Unterschied in Sitzhaltung und Ergonomie. Auf der YZF-R3 sitzt du aufrechter, was für Anfänger einfacher ist, was Kontrolle und Sicherheit bei niedriger Geschwindigkeit angeht. Die Ninja 400 hat eine etwas sportlichere Sitzhaltung, und nicht alle gewöhnen sich schnell daran.
Der zweite Punkt ist die Wartung. Bei beiden Marken ist der Service im Land gut ausgebaut, aber Ersatzteile für die Yamaha sind ungefähr 15 bis 20% billiger, und das summiert sich im Laufe der Zeit auf. Außerdem findet man für die R3 Verschleißteile leichter in normalen Läden, nicht nur bei offiziellen Händlern. Wenn du dein Motorrad selbst warten wirst (was für Anfänger sinnvoll ist), ist dieser Unterschied noch deutlicher.
In deiner Situation würde ich dir raten, dich nicht zu sehr auf die Wahl zwischen ihnen zu versteifen, sondern auf beide Maschinen fahren zu gehen und sie live auszuprobieren. Bei einem Motorrad wählst du nicht nur nach Zahlen, sondern auch danach, wie du dich im Sattel fühlst. Komfort und Selbstvertrauen im ersten Jahr - das ist 80% des Erfolgs.