Wie berechnet man die Selbstkosten von Waren richtig im Einzelhandel?

Ich habe ein kleines Kleidungsgeschäft eröffnet. Ich bin bei den Berechnungen durcheinander gekommen: Wohin gehören die Miete, das Gehalt des Verkäufers, die Nebenkosten? Ich rechne alles selbst in Excel, hab Angst, einen Fehler zu machen und dann böse Überraschungen bei den Verlusten zu erleben.

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Oben wurde bereits richtig auf das Wichtigste hingewiesen: Die Selbstkosten einer Ware sind genau das, was ihr bei dem Lieferanten pro Einheit gezahlt habt. Miete, Gehalt, Nebenkosten - das sind Betriebskosten (Gemeinkosten), die nicht in die Selbstkosten eines konkreten Artikels einfließen, aber direkt eure Gesamtgewinn beeinflussen. Wenn ihr diese in die Selbstkosten jedes Kleides oder jedes Hemdes aufnehmt, verfeddert ihr euch in den Berechnungen und könnt nicht verstehen, ob die Ware wirklich rentabel ist oder ihr nur das Problem verschleiert.

In der Praxis kalkuliere ich so: In einer Excel-Spalte - der Einkaufspreis pro Wareneheit (das sind die reinen Selbstkosten), in der nächsten - der Verkaufspreis, in der dritten - der Rohgewinn aus dieser Ware (die Differenz zwischen Preis und Einkauf). Und dann verfolge ich separat alle Betriebskosten für den Monat: Miete, Gehalt, Nebenkosten, Verpackung, Lieferung vom Lieferanten. Ich addiere sie und ziehe sie vom Gesamtrohgewinn ab - das ist dann das reale Endergebnis.

Der wichtigste Rat: Verteilt die Gemeinkosten nicht auf einzelne Waren, schaut euch lieber die Zahlen im Ganzen an. Wenn der Laden im Monat einen Rohgewinn von 100.000 verdient hat und die Betriebskosten 80.000 aufgefressen haben, bleiben euch 20.000 Nettogewinn. Das ist viel verständlicher, als zu versuchen, die Miete durch die Anzahl der verkauften Teile zu teilen.

Die Selbstkosten einer Ware im Einzelhandel sind im Grunde der Einkaufspreis, und Miete, Gehälter, Nebenkosten sind bereits Betriebsausgaben, sie beeinflussen den Gewinn, gehören aber nicht zu den Selbstkosten des einzelnen Produkts. Denk es dir so: Was du dem Lieferanten bezahlt hast plus der Transport der Ware ins Geschäft - das sind deine Selbstkosten pro Einheit, und dann verfolgst du alle anderen Ausgaben separat und ziehst sie von deinem Rohgewinn ab, dann siehst du das echte Ergebnis.

Im Einzelhandel wird die Selbstkosten ziemlich einfach berechnet: das ist nur das, was du den Lieferanten wirklich für die Ware bezahlt hast. Miete, Verkäufergehalt, Nebenkosten, Internet - das alles sind Betriebsausgaben, die werden separat gerechnet. Viele Anfänger verwechseln diese Kategorien und bekommen ein falsches Bild vom Gewinn. Tatsächlich ändern sich die Selbstkosten der Ware nicht davon, wie viele Leute im Geschäft arbeiten oder wie hoch deine Miete ist. Das ist einfach der Einkaufspreis.

Rechne es so: schreib irgendwo in eine Tabelle die Kosten aller eingekauften Waren für den Zeitraum auf, teil das durch die Anzahl der verkauften Einheiten - das ist die durchschnittliche Selbstkosten einer Sache. Dann in einer separaten Zeile alle Betriebsausgaben: Gehälter, Miete, Nebenkosten, Verpackung, Warentransport. Diese Ausgaben beeinflussen, ob dein Geschäft profitabel ist oder nicht, gehören aber nicht zu den Selbstkosten einer einzelnen Sache.

Um zu verstehen, ob du wirklich im Plus bist, rechne so: Verkaufserlös minus Selbstkosten der verkauften Ware minus alle Betriebsausgaben. Das ist dein echter Gewinn oder Verlust. Wenn sich nach diesem Schema herausstellt, dass das Geschäft in den roten Zahlen ist, dann sind entweder die Preise zu niedrig, oder du musst die Ausgaben senken, oder die Verkäufe sind schwach. Jedes dieser Probleme wird anders gelöst, aber ohne korrekte Berechnung arbeitest du einfach blind.

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