Wie kalkuliere ich die Selbstkosten beim Dropshipping über Wildberries?

Ich habe einen Shop auf Wildberries im Dropshipping eröffnet - ich nehme die Ware beim Lieferanten, die versenden direkt an den Kunden. Die Marktplatz-Provision beträgt 15 - 20 %, die Versandkosten werden separat berechnet. Wie berechne ich meinen tatsächlichen Gewinn richtig, um zu verstehen, bei welchen Produkten ich überhaupt verdiene?

5 Antworten

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Mach nicht den Fehler, die Provision von dem Verkaufspreis abzuziehen. Rechne stattdessen von der Summe, die nach allen Abzügen des Marktplatzes tatsächlich auf dein Konto kommt. Das Wichtigste, das in den vorherigen Antworten übersehen wurde: die versteckten Logistikkosten innerhalb von Wildberries selbst. Bei Dropshipping zieht der Marktplatz eine Provision nicht nur von deinem Gewinn, sondern auch von der Lieferung ab - die für den Käufer als separate Zeile erscheint, aber der Gewinn daraus geht teilweise auch an die Plattform. Schau dir die Abrechnung für jede Bestellung in deinem Konto an - dort siehst du den realen Überweisungsbetrag minus alle Prozentsätze und Gebühren. Von dieser Summe ziehst du die Selbstkosten der Ware plus ihre Lieferung zum Marktplatz-Lager ab, falls diese bei dir liegen. Das ist dann dein realer Gewinn vor Rückgaben und streitigen Situationen.

Rechne von hinten: von dem Betrag, den du nach der Marketplace-Provision erhältst. Wenn der Kunde 1000 Rubel bezahlt hat und die Provision 15% beträgt, bekommst du 850 Rubel. Von dieser Summe ziehst du die Kosten der Ware beim Lieferanten und deine eigenen Ausgaben ab (falls vorhanden - Werbung, Internet, Provisionen von Zahlungssystemen). Was übrig bleibt, ist dein Gewinn vor Steuern.

Das Wichtigste - verwirr die Lieferung nicht. Beim Dropshipping über WB ist sie normalerweise im Produktpreis enthalten oder wird vom Lieferanten separat berechnet, geht aber auf seine Kosten. Überprüfe im Vertrag mit dem Lieferanten, ob er dir etwas vom Konto für Logistik abbucht. Falls die Lieferung doch bei dir liegt - zieh auch sie ab.

Bevor du die Ware hinzufügst, öffne eine Tabelle und rechne mehrere Positionen durch: Einkaufspreis → Preis auf dem Marketplace → minus 15-20% Provision → minus Ausgaben → Rest. Falls der Rest lächerlich ist, macht die Ware keinen Sinn. Eine normale Marge beim Dropshipping liegt mindestens bei 20-30% vom Preis auf der Plattform, sonst lohnt sich die Arbeit nicht.

Wichtiger Punkt - vergiss nicht die Rückgaben und Reklamationen, die beeinflussen die echte Gewinnmarge stark :) Bei Wildberries werden Waren oft zurückgeschickt oder Käufer eröffnen Disputes, und die Provision wird trotzdem einbehalten, während die Ware nicht zu dir zurückkommt (bleibt im Lager des Marktplatzes). Dazu kommt noch die Gebühr für die Rückgabe, falls sie überhaupt anfällt - alle diese 3 - 5% "fressen" deinen Verdienst auf. Also bei der Gewinnberechnung solltest du gleich von Anfang an den Prozentsatz der Rückgaben einkalkulieren, den du in deinem Shop siehst, damit du dich am Ende des Monats nicht wunderst.

Zur Berechnung der echten Selbstkosten musst du auch die Logistik berücksichtigen: Selbst beim Dropshipping nimmt Wildberries eine Provision sowohl für die Lieferung als auch für die Ware selbst separat, also schau dir die Zahlungsaufschlüsselung in deinem Kabinett genauer an. Außerdem beachte, dass wenn die Ware fehlerhaft ankommt oder sich verspätet, der Marktplatz die Provision teilweise einbehalten oder die Bestellung überhaupt nicht zur Bezahlung anrechnen kann - das kann man leicht in den Berichten übersehen und denken, dass du den vollen Preis bekommen hast.

Verfolge die Waren nach ihrer Rentabilität über den Monat hinweg, anstatt den Gewinn sofort zu berechnen. Bei Wildberries ist der tatsächliche Gewinn nur am Ende des Zeitraums sichtbar, wenn alle Rückgaben, Beanstandungen und Provisionskorektionen bereits berücksichtigt sind - dann schau in dein Kabinett, welcher Prozentsatz des Umsatzes dir tatsächlich geblieben ist. Wenn du siehst, dass bei einem bestimmten Artikel nach Abzug der Einkaufskosten, beider Provisionen und sonstiger Abzüge weniger als 10 - 15 % übrig bleiben, macht es Sinn, ihn durch einen rentableren zu ersetzen oder ihn ganz aus dem Katalog zu entfernen.

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