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Next hat seine Gewinnprognose erhöht, weil heißes Wetter die Nachfrage nach Sommerware antreibt - das ist ziemlich einfache Einzelhandelslogik. Wenn die Nachfrage in die Höhe schießt und Lagerbestände schneller umgesetzt werden, müssen Einzelhandelsketten normalerweise weniger stark Rabatte geben, um die Regale zu räumen. Also würde man eher erwarten, dass die Preise stabil bleiben, statt zu fallen. Allerdings hängt die Preisgestaltung im Einzelhandel von vielen Faktoren ab - nicht nur vom Wetter, sondern auch von Konkurrenz, den Lagerbeständen, wann die Herbstkollektion ankommt - also ist es nicht garantiert, dass die Preise auch tatsächlich steigen. Am besten verfolgst du ihre tatsächlichen Verkaufszahlen und Lagerberichte, wenn du vorhersagen willst, wohin sich die Preise als Nächstes entwickeln könnten.

Heißwetter, das den Verkauf von Sommerkleidung ankurbelt, macht Sinn, aber hier ist, was viele übersehen: bessere Gewinnprognosen bedeuten nicht automatisch bessere Preise für Käufer. Einzelhändler nutzen üblicherweise Spitzenverkaufszeiten, um die Margen zu maximieren, statt Ersparnisse weiterzugeben. Next könnte tatsächlich die Preise bei beliebten Sommerartikeln erhöhen, da die Nachfrage stark ist - falls du also auf einen Sale hoffst, solltest du dir vielleicht das Nötigste jetzt schnappen, bevor sie die Preise nach oben anpassen. Die verbesserte Prognose ist gute Nachrichten für das Unternehmen und seine Investoren, aber nicht unbedingt für deinen Geldbeutel.

Wenn ein Einzelhandelsunternehmen die Gewinnprognose aufgrund starker Saisalverkäufe erhöht, rechnet es normalerweise damit, die vorhandenen Bestände zum Vollpreis zu verkaufen, statt Rabatte zu gewähren - also erwarte noch keine Sommerschlussverkäufe. Die eigentliche Gefahr liegt darin zu denken, dass Next gut gefüllt bleiben wird; in Wirklichkeit wird das Unternehmen vorsichtig bei Überbestellungen für Herbst und Winter sein, was weniger Auswahl und möglicherweise höhere Preise für Artikel außerhalb der Saison bedeutet, wenn man sie braucht. Wenn du auf Deals wartest, achte darauf, wann die Hitzeperiode vorüber ist und sie unverkaufte Sommerware schnell loswerden müssen - dann wirst du tatsächliche Preisnachlässe sehen, nicht davor.

Der knifflige Punkt, den viele übersehen, ist dass starke Gewinnprognosen normalerweise bedeuten, dass Next die Preise *halten* kann, nicht senken muss - sie sind zuversichtlich genug bei der Nachfrage, dass sie nicht rabattieren müssen. Was man tatsächlich sehen könnte, sind selektive Preiskürzungen bei Artikeln, die sich *nicht* verkaufen, während die wirklich gefragten Sachen (Wortspiel beabsichtigt) zum vollen Preis bleiben oder vor Saisonende sogar mit höheren Margen nachbestellt werden.

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