Wie gehe ich mit Videoanrufen bei Bewerbungsgesprächen auf WhatsApp oder Google Meet um?

LO lobo_andre BR 🌱 Anfänger 👁 97 ⚑ Melden Jobsuche

Ich nehme an verschiedenen Bewerbungsverfahren teil und immer häufiger laden mich Unternehmen zu Videointerviews ein. Ich habe das noch nie richtig gemacht und bin ziemlich nervös vor der Kamera. Wie bereite ich mich am besten vor und wirke nicht amateurhaft? Habt ihr Tipps zu Beleuchtung, Hintergrund, Kleidung?

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★ Beste Antwort

Etwas, das niemand erwähnt, ist das Audio - wenn du Kopfhörer mit Mikrofon hast, nutze sie anstatt dich nur auf das Mikrofon des Computers zu verlassen, weil das einen riesigen Unterschied in der Qualität macht und unangenehme Rückkopplungen vermeidet. Teste auch deine Internetgeschwindigkeit eine halbe Stunde vorher, denn nichts ist schlimmer, als wenn die Verbindung mitten im Interview anfängt zu stocken und du verpixelt wirst oder einfrierst. Und damit, abgesehen von dem, was andere bereits über Licht und Hintergrund gesagt haben (selbst wenn es nur eine saubere Wand ist), ist das Wichtigste, dass du eine oder zwei Mal mit einem Freund oder allein üben solltest - indem du dich aufnimmst - , weil die Nervosität verfliegt, wenn du dich selbst ein- oder zweimal auf dem Bildschirm siehst.

Ich bin auch viel zu nervös vor der Kamera, aber ich habe gelernt, dass das Wichtigste eigentlich einfach ist: such dir eine Ecke mit natürlichem Licht (ein Fenster hinter der Kamera ist Gold wert, nicht vor deinem Gesicht) oder eine kleine weiße Lampe, die nach oben zeigt, trag was ohne großes Muster, das ablenkt, und einen sauberen Hintergrund ohne Chaos oder zu viele bunte Farben, die vom Wesentlichen ablenken. Test alles vorher - Kamera, Audio, Internet - denn nichts ist schlimmer, als mitten im Interview festzustellen, dass die Kamera schief ist oder der Straßenlärm mega laut ist.

Der Rest ist Übung: nimm dich selbst auf, wie du häufige Fragen beantwortest, schau dir das Ganze danach ehrlich an, und du wirst deine Eigenheiten merken. Ernsthaft, nachdem du ein oder zwei gemacht hast, wird es viel weniger beängstigend.

Die Kamera deines Handys oder Computers ist normalerweise so kalibriert, dass sie Gesichter aus etwa 30-40 cm Entfernung optimal erfasst. Positioniere dich also in diesem Abstand und teste es vorher - viele machen den Fehler, sich zu nah heran oder zu weit weg zu positionieren, was das Bild verzerrt. Der Punkt, den niemand erwähnt: Der Hintergrund zählt schon, muss aber nicht perfekt sein. Vermeide nur Dinge, die sich bewegen (Ventilator, flatternde Vorhänge) oder zu sehr ablenken - ein einfaches Muster reicht vollkommen. Bei der Kleidung genügt etwas über dem Kragen (eine ordentliche Hose oder ein gepflegtes Shirt), weil die Kamera ja nur den Oberkörper erfasst. Wenn du natürliches Licht von einem Fenster hast, nutze es und positioniere es leicht zur Seite neben dir - auf keinen Fall dahinter.

Was niemand erwähnt, ist dass du deine Internetverbindung etwa 15 Minuten vorher testen solltest, denn nichts ruiniert ein Interview mehr, als wenn du ständig einfrierst oder mitten in einer wichtigen Antwort die Audiofeed abbricht. Außerdem achte darauf, was hinter dir im Kamerabild ist - ein sauberer und einfacher Hintergrund ist viel besser als ein ganzer Haufen zufälliger Sachen, und das lenkt denjenigen, der dich interviewt, nicht ab. Kleidung: etwas, das du im Büro tragen würdest, aber bedenk dass auf der Kamera alles ein bisschen beklemmender wirkt, also funktionieren einfarbige Sachen besser als sehr gemusterte Muster. Der Tipp, der wirklich den größten Unterschied macht, ist die Kamera auf Augenhöhe zu positionieren, denn wenn du nach unten oder nach oben schaust, ändert das komplett, wie du wirkst.

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