Nicht in Panik zu geraten, sondern zu handeln. Die Wahrscheinlichkeit eines Erdlochs hängt von der Region ab: Wenn du auf Karstgebiet lebst (Südrussland, Ural, Teile Sibiriens) oder an der Stelle alter Bergbauvorhaben, dann ist das Risiko höher. Aber auch in geologisch stabilen Gegenden können verborgene Probleme mit unterirdischen Versorgungsleitungen oder Grundwasser lauern. Fang damit an, dich über dein Grundstück zu informieren - sprich mit den Nachbarn, finde heraus, ob es hier schon vorgekommen ist, schau dir die Karten der Gegend im Internet an.
Danach folgt genau das, wovon oben geschrieben wurde - eine Bodenradaruntersuchung. Das ist nicht teuer gemessen am Risiko, dein Haus zu verlieren, obwohl man in ruhigeren Gegenden mit einer einfacheren visuellen Kontrolle anfangen kann: Achte auf Senkungen, Risse im Boden, Stellen, wo Wasser länger als normal steht, merkwürdige Dellen neben dem Fundament. Wenn du etwas Verdächtiges entdeckt hast, ruf die Spezialisten an.
Das wird oft übersehen: Kümmere dich um die Drainageanlage deines Grundstücks. Wenn Grundwasser schlecht abgeleitet wird, spült es den Boden allmählich von innen weg, und kein Erdloch passiert auf einmal - es gibt Vorboten. Leite Niederschlag weg vom Haus, reinige die Regenrinnen, prüfe die Drainagerohre. Auf meinem Landhaus habe ich die schwache Stelle gerade deshalb entdeckt, weil ich bemerkt habe, wie die Erde neben der Fundamentplatte um ein paar Zentimeter zu sinken begann - ein klares Zeichen :)