Wie kann ich mit Zoom-Müdigkeit nach ganztägigen langen Meetings umgehen?

Ich arbeite jetzt seit etwa 18 Monaten von zu Hause aus und bin in letzter Zeit am Ende des Tages erschöpft, obwohl ich nichts körperlich Anstrengendes mache. Es sind vor allem ständig hintereinander Videoanrufe mit meinem Team und Kunden. Meine Augen tun weh, ich bekomme Kopfschmerzen und fühle mich ausgelaugt. Ist das normal und was hilft wirklich dagegen?

2 Antworten

Deaktiviere die Selbstansicht in Zoom - dich selbst ständig zu sehen löst die gleiche Gehirnaktivität aus wie beobachtet zu werden, und das ist über Stunden hinweg ermüdend. Darüber hinaus kommt die Augenbelastung daher, dass du ständig auf einen nahegelegenen Bildschirm starrst ohne Pausen - stell dir also einen Timer, um alle 20 Minuten oder so wegzuschauen, und sitz weiter weg, wenn du kannst. Kopfschmerzen entstehen oft durch Kieferspannungen, die dir nicht bewusst sind, also entspann dein Gesicht bewusst zwischen den Anrufen. Die meisten Menschen realisieren nicht, wie viel kognitiv belastend Videoanrufe sind, weil du Gesichtsausdrücke verarbeitest und gegen minimale Verzögerungen bei der Audioübertragung ankämpfst - also hilft es schon, einfach zu akzeptieren, dass es wirklich anstrengend ist (und nicht Faulheit), und manchmal brauchst du einfach echte Pausen, sogar 10 Minuten, in denen du nichts tust, statt direkt hintereinander Meetings zu haben.

Ich bin mitten in einem brutalen Tag mit aufeinanderfolgenden Meetings drauf gekommen, dass ich eigentlich gar keine echten Pausen zwischen den Calls mache - ich bin buchstäblich von einem Meeting direkt ins nächste gesprungen, mit vielleicht 30 Sekunden zum Durchatmen. Dann habe ich angefangen, zwischen den Meetings auch nur 5 - 10 Minuten zu blocken, um vom Bildschirm weg zu kommen, Wasser zu trinken, etwas Entferntes anzuschauen. Der Unterschied war sofort spürbar, viel größer als ich erwartet hätte.

Das Physische zählt auch - deine Monitorhöhe, der Stuhl, die Beleuchtung, alles spielt eine Rolle. Aber ehrlich gesagt ist das Wichtigste, deinem Gehirn tatsächliche Übergangspausen zu geben, statt 8 Stunden lang in Gesichter zu starren. Schon nur zwei Minuten in einen anderen Raum zu gehen hilft dabei, alles zurückzusetzen.

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